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Wurzen Idee für Klinik-Kita in Wurzen gestorben
Region Wurzen Idee für Klinik-Kita in Wurzen gestorben
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05:00 01.12.2009

. Jetzt, nachdem der Kreis die Idee nicht befürwortete und eine zeitnahe Entscheidung durch den Wurzener Stadtrat nicht möglich ist, zogen DRK und Muldental-Kliniken als potenzieller Träger beziehungsweise Bauherr die Reißleine. „Wir verfolgen das Projekt nicht weiter“, so DRK-Vorstand Jens Stiller gestern.

Die DRK-Vorstände Bettina Belkner und Jens Stiller sowie Klinik-Geschäftsführer Andreas Ehrlich klopften gestern in einem Spitzengespräch noch einmal die Lage ab. Ergebnis: „Unserem Angebot ist offenbar die Grundlage entzogen worden“, erklärt Stiller und verweist auf die Argumentation der Stadt. Die habe erkennen lassen, dass es einen Fehlbedarf von bis zu 78 Kitaplätzen in 2012 doch nicht gebe. Dass in einer bereits bestehenden Einrichtung plötzlich 26 zusätzliche Plätze geschaffen werden können und ohnehin von einer rückläufigen Inanspruchnahme vorhandener Plätze auszugehen sei.

Stiller kritisiert mit Blick auf die vergangene Diskussion Stadt und Stadtrats-Ausschüsse: „Angesichts der wundersamen Entwicklung ist der unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefasste Beschluss des Verwaltungsausschusses zur Vertagung der Entscheidung (über die Aufnahme des Projekts in den Bedarfsplan der Stadt, Anm. d. Red.) als halbherzig einzustufen.“ Die neuen durch die Stadt erarbeiteten Prognosen zum Bedarf an Kita-Plätzen wollte Stiller nicht weiter kommentieren.

Der DRK-Vorstand weist daraufhin, dass mit dem heutigen Tag die Frist für die Beantragung von Fördermitteln auslaufe. „Damit ist die Vertagung lediglich dazu geeignet, das Projekt auf die lange Bank zu schieben und Gras darüber wachsen zu lassen.“ Das wolle man nicht. Ohne die Unterstützung von Fördermitteln, die man sich durch die Integration in den Bedarfsplan erhoffte, sei der Bau aber nicht zu stemmen, betonte Stiller auf Nachfrage. Aus Sicht von DRK und Klinik sei „eine weitere Chance zur Verbesserung der Kinderbetreuung sowie der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Stadt Wurzen vergeben.“ Gleichwohl wolle sich das DRK mit den in seiner Trägerschaft befindlichen Kindereinrichtungen „Spatzennest“ und „Sonnenschein“ an der Diskussion über die Schaffung variabler Betreuungszeiten beteiligen, so Stiller. Eine Stellungnahme von Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Ehrlich, war gestern nicht zu bekommen. Ehrlich sei wegen Betriebsprüfungen nicht zu sprechen, hieß es aus seinem Sekretariat.

Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin zeigte sich überrascht vom Projektrückzug durch DRK und Klinik. Eine Info darüber lag Röglin gestern nicht vor. Die Stadt halte dennoch weiter daran fest, den Bedarf von Betriebskita-Plätzen zu ermitteln. „Ich werde das Gespräch mit DRK und Klinik suchen.“ 

Drago Bock

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