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Wurzen Igefa feiert in Borsdorf Richtfest
Region Wurzen Igefa feiert in Borsdorf Richtfest
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00:26 24.04.2018
Richtfest für das neue Firmengebäude der Igefa in Borsdorf. Wolfgang Eichler, assistiert von Dachdeckermeister Tilo Schelenz, schlug den symbolischen Nagel ein. Quelle: Foto:
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Borsdorf

Auf dem Dach des neuen Igefa-Logistikzentrums, mit Blick über das Gewerbegebiet Borsdorf/Panitzsch, ließ Projektleiter Markus Rötschke am Freitag die Sektkorken knallen. Acht Monate nach Spatenstich feierte der Fachgroßhändler für professionelle Reinigung, Hygiene, Arbeitsschutz und Einwegmaterialien mit Baufirmen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern Richtfest. Igefa ist ein Zusammenschluss mittelständischer Familienunternehmen mit 30 Partnern deutschlandweit, hinter denen sechs Unternehmensgruppen stehen. Die Igefa Leipzig GmbH & Co. KG ist einer davon und eine 100-prozentige Tochter der Eichler-Kammerer-Unternehmensgruppe.

Acht Monate nach dem Spatenstich feierte Igefa am Freitag Richtfest. Der Fachgroßhändler für professionelle Reinigung investiert im Gewerbegebiet Borsdorf 13 Millionen Euro.

Dachdeckermeister Tilo Schelenz, Schwind GmbH Werdau, hatte zum Ereignis den passenden Richtspruch parat. Dann wurden die Gläser zwölf Meter in die Tiefe geworfen – Bruch garantiert, somit wird am Bau alles gut. Mühen musste sich Wolfgang Eichler, geschäftsführender Gesellschafter. Über 40 Schläge brauchte er, um den XXL-Nagel in den Balken zu schlagen, der den Dachstuhl symbolisierte. „Es war bis hierher keine einfache Zeit“, erinnerte er an Sturm Friederike, „aber wir sind trotzdem recht weit“, zeigte er sich zufrieden und lud ein, beim Umzug Anfang 2019 zu helfen. Thomas Seidel vom Bauunternehmen Goldbeck dankte für das erneute Vertrauen: „Wir können nicht viel falsch gemacht haben, wenn wir schon fünfmal für Igefa bauen durften.“ Gut gelaunt zeigte sich auch Bürgermeister Ludwig Martin: Er wünschte einen unfallfreien Weiterbau und brannte zur Feier des Tages – „wir haben weder Kosten noch Mühe gescheut“ – ein Tischfeuerwerk ab.

Der Spruch trifft auch auf Igefa zu. Die Firma investiert in Borsdorf 13 Millionen Euro. Auf 8000 Quadratmeter Lagerfläche entsteht Platz für 9000 Palettenstellplätze in Hochregalen, dazu auf zwei Etagen ein Kleinteilelager, verdeutlicht Betriebsleiter Sven Hinneburg die Dimension. Am bisherigen Standort waren es 4000 Stellplätze. „In Gerichshain platzen wir aus allen Nähten.“ Natürlich sei Machern bei der Suche nach mehr Fläche erster Ansprechpartner gewesen. Dass es zwar nicht dort, aber im benachbarten Borsdorf klappte – Hinneburg bedankt sich für „die positive Zusammenarbeit mit der Gemeinde“ –, freut ihn nicht nur wegen der bleibenden kurzen Wege für die 74 Mitarbeiter, viele davon aus der Umgebung. „Wir haben nun noch schnelleren Anschluss an B 6 und Autobahn“ – Igefa Leipzig beliefert Kunden im Umkreis von 150 Kilometern.

Die Ansiedlung auf dem 24 000-Quadratmeter-Areal ist in vielerlei Hinsicht auf Zukunft ausgerichtet. Ein Blick ins Halleninnere zeigt eine über zwei Drittel fast frei schwebende Decke. „Man weiß ja nicht, wie Lagertechnik in 15 Jahren aussieht“, hat Architekt Thomas Scharrer Flexibilität eingeplant. An der Stirnseite öffnen sich zur Laderampe zwölf Tore mit höhenverstellbaren Bühnen, die gleichzeitige Abfertigung mehrerer LKW erlauben. Photovoltaik auf dem Dach wird mehrere Ladestationen speisen. „Wir werden für Kleinlieferungen E-Autos anschaffen, Mitarbeiter können ihre E-Bikes aufladen“, so Hinneburg. Neueste Technik, Kühldecken statt Klimaanlage, auch im Büroanbau mit einem größeren Schulungsraum, um Kunden – Gastgewerbe, Gebäudereiniger, Altenheime, Krankenhäuser, Industrie und Kommunen – mit neuester Reinigungstechnik vertraut zu machen. Und schließlich „haben wir die Möglichkeit, die aus Segmenten bestehende Halle bei Bedarf zu erweitern“, sagt Hinneburg. Die Medien wurden bereits entsprechend verlegt.

Noch ist die Halle ein grauer, alles überragender Betonquader. Aber die silbergraue Verkleidung, sandfarben am Büropart, ist schon in Anfängen zu sehen. „Wir haben die braune Farbe der sommerlichen Trockenwiesen ringsum aufgenommen, damit das Gebäude nicht so wuchtig wirkt“, erklärt Scharrer. „Außerdem werden an der Fassade Schwalben-, Fledermaus- und Falkenkästen angebracht.“

Von Ines Alekowa

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