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Wurzen Im Gymnasium Wurzen kaum Nachfrage nach Technikjobs
Region Wurzen Im Gymnasium Wurzen kaum Nachfrage nach Technikjobs
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16:53 29.11.2009
Gymnasiasten informieren sich zum Orientierungstag in Wurzen. Quelle: Conny Hanspach
Wurzen

22 Unternehmen und Einrichtungen stellten sich potenziellen Nachwuchs vor. Der war interessiert. Doch offensichtlich gehen wirtschaftliche Erfordernisse immer noch nicht konform mit den Vorlieben der Jugendlichen.

Ingenieure braucht das Land, gut ausgebildete Fachkräfte im technischen Bereich. Immer wieder sind diese Meldungen zu hören. Immer wieder wird über die guten Chancen hinsichtlich Ausbildung, Studium und Karriere im technischen Sektor oder Umweltbereich informiert. Scheinbar landen die Nachrichten nicht auf fruchtbarem Boden, wie ein Blick in die Anmeldelisten für die Arbeitsgruppen am Wurzener Gymnasium verriet. Meist nicht mal eine Hand voll Schüler hatte sich bei Angeboten dieser Sparte eingetragen.

Porsche Leipzig AG als Ausnahme

Ausnahme dabei bildete lediglich die Porsche Leipzig AG. „Dort gehen fast alle Jungen aus meiner Klasse hin“, erzählte Andrej Leer. Der Achtklässler gehörte zu den wenigen Schüler, die ihre berufliche Zukunft definitiv im technischen Bereich sehen. Der überwiegende Teil indes schnupperte zunächst in anderen Metiers.

Über 30 Schüler zeigten sich an Medizin interessiert. Ebenso viele wollten Näheres über die Ausbildung zum Psychologen wissen. Im internationalen Management großer Unternehmen zu arbeiten, das konnte sich gleich ein Dutzend vorstellen. „Noch ist es nicht mehr als eine grobe Information über Möglichkeiten“, sagte Jens Lehmann, der Tochter Vicky begleitet hatte. Die Achtklässlerin hatte sich für Kommunikationswissenschaften interessiert. „Es war gut und könnte auch in die engere Wahl kommen. Doch irgendwie erscheint mir der Weg mit Ausbildung und anschließend möglichem Studium zu lang“, zog sie ein erstes Fazit. Daher sei es wichtig, dass Eltern bei der Abwägung unterstützen, Risiken und Chancen ausloten, plädierte Jens Lehmann für die frühe, aktive Beteiligung der Eltern.

Information in Elternbriefen

Darauf hatten auch die Organisatoren des Gymnasiums gesetzt. In Elternbriefen war über die potenziellen Angebote informiert worden. Gemeinsam mit ihren Kindern sollten die Eltern sich zu Offerten positionieren, die sie interessieren.

Conny Hanspach

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