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Wurzen Im Herrenhaus Schmölen wird die Erinnerung an Marie Lipsius gepflegt
Region Wurzen Im Herrenhaus Schmölen wird die Erinnerung an Marie Lipsius gepflegt
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12:35 04.11.2009
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. Jetzt soll auch ihr Grabstein aus Gelände kommen.

In den 1980er Jahren war der schlichte naturbelassene Stein auf dem Schmölener Friedhof, wo La Mara 1927 beigesetzt wurde, halb vergraben im Abraum entdeckt worden. Er wurde symbolisch einem Grab zugeordnet. Auf Initiative der DFD-Ortsgruppe (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) erinnert am Herrenhaus seit 1987 auch eine Bronzetafel an die für ihre Zeit ganz außergewöhnliche Frau. Bereits als Kind machte sie auf Einladung einer Freundin in den Sommerferien mit dem Schmölener Anwesen Bekanntschaft, das ihr auch zum Refugium ihrer letzten Lebensjahre werden sollte.

 

„Der letzte Standort des Grabsteins war nicht der glücklichste, bestenfalls eine akzeptable Zwischenlösung“, schätzt im Bennewitzer Rathaus Hauptamtsleiterin Doris Richter ein. Die Verwaltung sei dankbar, dass sich ältere Frauen des Ortsteils jahrelang um die Pflege der symbolischen Grabstelle gekümmert hatten. Das sei in der Gegenwart aber nicht mehr gegeben. Deshalb begrüße die Gemeinde die Bereitschaft der Familien Franck und Korpowski, den kleinen Findling im Park auf ihrem Grundstück anzunehmen. Durch die Gemeinde solle der Boden dafür geebnet, auch ein Ruheplatz angelegt und für Blühendes im Wechsel der Jahreszeiten gesorgt werden. Die Eigentümer des Herrenhauses wollen dafür sorgen, dass die Stätte der Erinnerung gepflegt werde. Derzeit, so Doris Richter, werde der Stein von einer Abteilung des Bauhofes aufgearbeitet, die Schrift wieder lesbar gemacht. Noch in dieser Woche soll er am Herrenhaus positioniert werden.

Weil der erste Tag der offenen Tür am 3. Oktober Riesenresonanz fand, haben sich die Familien Franck und Korpowski jetzt entschlossen, im Herrenhaus Schmölen ihre Pforte auch am Sonnabend, 31. Oktober, von 10 Uhr bis 13 Uhr noch einmal für alle Neugierigen weit aufzumachen. „Wir sind stolz darauf, was wir hier geschafft haben und wollen allen, die es interessiert, die Möglichkeit geben, sich bei uns umzuschauen“, lädt Anna Franck ein. Dann können Wissensdurstige in der Pension auch einen Blick in das La-Mara-Zimmer werfen, in dem eine Liszt-Partitur eine ganze Wand einnimmt und mit Burgunderrot und Weiß Farben gefunden wurden, die die Persönlichkeit einer ungewöhnlichen Frau unterstreichen mögen.

Ingrid Leps

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