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Wurzen Im Moonbuggy gen Weltall
Region Wurzen Im Moonbuggy gen Weltall
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05:00 24.08.2011
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. Wenn die Moonbuggys Gas geben, ist ihnen Aufmerksamkeit gewiss. Zum deutschen Schüler-Team gehört auch der Brandiser Gymnasiast Christoph Eibeck.

Schon seit Monaten verbringt der Beuchaer viele Stunden seiner Freizeit im International Space Education Institute (Isei) in Leipzig. Besonders intensiv waren die Wochen vor Schuljahresbeginn: Gemeinsam mit russischen, französischen und indischen Schülern und Studenten war Christoph in der Internationalen Isei-Sommerschule aktiv. „Wir haben an den Fahrzeugen getüftelt und uns weiter in Luft- und Raumfahrt gebildet", berichtet der 16-Jährige. Moonbuggys, Mondfahrzeuge, sind Tretmobile Marke Eigenbau, die jeweils von zwei Jugendlichen mit Beinkraft gefahren werden. Das Projekt Moonbuggy wurde 1969 durch die Nasa-Mondlandung angeregt, um Jugendliche für Raumfahrt und Technik zu begeistern. Seit 1993 wird auch ein Wettkampf auf dem Forschungs- und Entwicklungsgelände in Huntsville ausgetragen, wo die Nasa ihre Mondraketen schuf. Raumfahrtbegeisterten – wie dem Isei-Chef Ralf Heckel – ist es zu danken, dass ein Team aus Leipzig zum internationalen Vertreter für Deutschland wurde. „Anliegen unseres Vereins ist es, durch Praxis und Selbsterfahrung auf internationalem Parkett die Berufswahl junger Leute zu stärken", so Heckel. Das Isei sei ein gemeinnütziges Institut zur Förderung der Studien- und Berufsorientierung in Ingenieurwesen und Luft- und Raumfahrt. Dabei sei das Nasa Moonbuggy Race nur eines der Projekte, aber jenes, das junge Leute am meisten herausfordere.

Seit einem Isei-Betriebspraktikum gehört auch Christoph zum Moonbuggy-Team. Unterstützt werden die Projekte des Instituts von der Leipziger Handwerkskammer. In deren Borsdorfer Bildungs- und Technologiezentrum absolvierte der Brandiser Schüler ebenfalls ein Praktikum. „Ich habe Skizzen angefertigt und danach in der Werkstatt für Blech- und Metallverarbeitung Moonbuggyteile an Bohr-, Dreh und Fräsmaschinen hergestellt. Viel gelernt habe ich dabei von Meister Müller." Auch an zwei Auslandsreisen der Leipziger hat Christoph bereits teilgenommen. Die erste führte den Beuchaer nach Moskau, wo er mit anderen Jugendlichen russische Luft- und Raumfahrtgeschichte näher kennenlernte. „Im März stieg ich in den Flieger nach Huntsville. Dort besichtigen wir natürlich auch die Museen. Es war schon ein bisschen komisch und unwirklich, die Weltraumraketen plötzlich mit eigenen Augen zu sehen. Doch Schwerpunkt der Reise war natürlich der Wettkampf. Interessant war es, zu erleben wie andere Moonbuggys bauen. Über 100 Teams aus aller Welt strampelten dort über den Parcours."

Gegenwärtig bereitet sich Christoph auf die Europameisterschaften vor. „Das Moonbuggy-Projekt dient vor allem beruflicher Orientierung", betont Christoph, der die Leistungskurse Mathe und Physik belegt. „Nach dem Abitur möchte ich ein Studium mit dem Fokus Luft- und Raumfahrttechnologie aufnehmen."

Ingrid Hildebrandt

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