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Wurzen Im Schülerbus Fenster demoliert
Region Wurzen Im Schülerbus Fenster demoliert
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15:35 17.07.2015
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Falkenhain

Der Schaden an einem seiner Schulbusse wird einschließlich Folgekosten mit 5000 Euro beziffert.

Zwei Zehntklässler bekannten sich vor der Schulleitung dazu, morgens im Schulbus mit einem Sturmfeuerzeug hantiert zu haben, um zu sehen, wie die Thermoscheibe reagiere. Tausende Sprünge machten das Glas sofort blind und unbrauchbar. Noch gestern lagen Splitter auf den Polstern. Auch an der Rückseite der Sitze war offensichtlich gezielt der Veloursstoff angeschmort worden. „Bei Schülern der zehnten Klasse müsste man eigentlich erwarten, dass sie die Folgen ihres Verhaltens abschätzen können“, sagt Vetter. Der Schaden sei für ihn nur eine Seite. Viel schwerer wiege es, dass bei Zündeleien wie diesen die Situation auch außer Kontrolle geraten könne. „Bis der Fahrer vorn bemerkt, was sich in einem mit 70 bis 80 Kindern besetzen Bus hinten abspielt, kann es schon zu spät sein“, fürchtet der Falkenhainer. Wenn dann noch Panik aufkomme...

Der wirtschaftliche Schaden macht sich für den Unternehmer nicht nur am Neuwert von Fenster und Sitzbezügen fest, die ausgetauscht werden müssen. „Wir haben das Problem, dass nur schwer eine neue Scheibe zu kriegen ist“, deutet Vetter Riesenaufwand an. Schwierig sei es auch, neuen Stoff im passenden Farbton aufzutreiben. Bis zur Reparatur kann das Fahrzeug tagelang nicht genutzt werden. Auch diese Ausfallkosten werden von den Schuldigen zu tragen sein. In diesem Fall kennt Vetter Name und Adresse. Oft aber stellen seine Busfahrer Schäden erst fest, wenn die Fahrgäste längst im Unterricht sitzen. „Es ist absurd, aber neue Fahrzeuge schaffe ich mir nur noch mit Videoüberwachung an. Wenn ich jetzt wieder sehe, was ich für eine Arbeit mit der kaputten Scheibe habe“, zieht Vetter Konsequenzen aus dem Ärger vom Donnerstag.

Der Vorfall im Schulbus, der Kühnitzsch, Körlitz und Dornreichenbach anläuft, wurde noch am selben Tag in der Schule ausgewertet. „Den beiden hat das wahnsinnig leid getan“, teilt Schulleiterin Ramona Zauner mit. Aus ihrer Sicht sei das die unüberlegte Handlung von Schülern, die über die ganze Schulzeit nie auffällig geworden seien, eher dazu beigetragen hätten, die Außenwirkung der Schule positiv zu beeinflussen. Auch die Klassenlehrerin wertete den Vorfall am nächsten Tag aus und beleuchtete ihn mit den Schülern unter dem Blickwinkel des Respekts vor dem Eigentum anderer. Der Vorfall, so Zauner zeige auch deutlich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Busunternehmen, Schule und Eltern, die bei einer Beratung zu Schuljahresbeginn festgelegt worden sei.  

Ingrid Leps

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