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Wurzen Im Topf sind sechs Millionen Euro
Region Wurzen Im Topf sind sechs Millionen Euro
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21:04 01.10.2009
Wurzen

Wer Projekte dieser Art schmiedet, sollte wissen, wie er seine Investitionskasse durch Fördergelder aufpeppen kann. Leaderförderung heißt das Zauberwort. Keine neue Möglichkeit, in Wurzener Ortsteilen aber bislang kaum genutzt. Dienstagabend informierten Experten über die bis 2013 laufende Förderung.

„Viele Leute wissen gar nicht, dass es uns gibt. Sie wissen nicht, dass allein für 2010 sechs Millionen Euro zur Verfügung stehen, die als Fördermittel auch in der ländlichen Region rund um Wurzen durch Vereine, Kommunen, Privatleute und Unternehmen verbaut werden können“, sagt Matthias Wagner vom Regionalmanagement Muldenland. Deshalb klärt er, eingeladen durch Wurzens Rathauschef Jörg Röglin, Dienstagabend gemeinsam mit Konrad Steglich vor allem die Vertreter der Ortschaftsräte und ein halbes dutzend interessierte Bürger darüber auf, wie diese Förderung funktioniert, welche Projekte unterstützt werden und wie es gelingt, an die Euros zu kommen.

Selbstverständlich geht es auch bei diesem Fördertopf nicht ohne Bürokratie. Der Aufwand, Gelder zu beantragen – das wurde während der Infoveranstaltung deutlich – ist nicht einfach. Doch potenzielle Interessenten werden nicht allein gelassen. Das ist neben dem finanziell üppig ausgestatteten Programm der zweite positive Fakt. Das Förderprogramm bekommt quasi ein Gesicht. Dazu trägt das Team des Regionalmanagements mit Sitz in Grimma bei, dass nicht nur am Schreibtisch oder Telefon agiert. „Wir kommen vor Ort, ein Anruf genügt“, sagt Konrad Steglich und erklärt: „Wenn sich ein Interessent zunächst beraten lassen will, kann ein Vororttermin klar gemacht werden. Wir schauen uns das mögliche Projekt an, können einen Eindruck gewinnen und vielleicht schon die passende Förderrichtlinie herauspicken.“ Anschließend muss der Projektträger einen gewissen bürokratischen Aufwand in Kauf nehmen. Aber, die Regionalmanager stehen weiter beratend zur Seite. „Auch wenn das ganze Verfahren bis zu einem Dreivierteljahr dauern kann, sollten Interessierte bei uns anklopfen. Selbst wenn ihr Projekt über Leader nicht förderfähig sein sollte, können wir möglicherweise den Weg zu anderen Fördertöpfen bahnen“, so Wagner.

Fazit der Veranstaltung: Das Leader-Programm hilft bei fast allen Projekten im ländlichen Raum. Deshalb sollten sich potenzielle Projektträger nicht scheuen, den Kontakt zum Regionalmanagement zu suchen. Der Countdown für 2010 läuft. Denn nach 2013 dreht die EU den Förderhahn zu.

Regionalmanagement, Matthias Wagner, Konrad Steglich, Tel.: 03437/707071, Email: regionalmanagement@lpv-muldenland. de; www.lpv-muldenland.de

Drago Bock

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