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Wurzen In der Bennewitzer Grundschule steckt viel Herzblut
Region Wurzen In der Bennewitzer Grundschule steckt viel Herzblut
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00:18 25.05.2017
Am Löschgruppenfahrzeug der Bennewitzer Wehr haben die Kameraden eine Kübelspritze angeschlossen. „Das ist ideal für das Wetter“, sagte Feuerwehrmann Maximilian Leibnitz (l.) und freute sich, dass die Kinder ihren Spaß hatten. Quelle: Foto: Ines Alekowa
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Kinderlachen, bunte Wimpel, Spielangebote in allen Zimmern und auf dem Hof – mit einem Tag der offenen Tür feierte die Grundschule Bennewitz ihr zehnjähriges Bestehen. Im Schuljahr 2006/07 war sie in das Gebäude der 2006 geschlossenen Mittelschule umgezogen. Allerdings hatte das Haus auch zuvor schon Grundschüler gesehen. Erst nachdem die beiden Polytechnischen Oberschulen Deuben und Bennewitz 1991/92 einen Verbund gebildet hatten, waren die Klassen 1-4 in Deuben und die Klassen 5-10 in Bennewitz zusammengefasst worden. „In Deuben war es ländlicher, in Heimatkunde konnten wir zum Bauernhof zu Fuß gehen. Jetzt haben wir auf der einen Seite eine Hauptstraße und auf der anderen die Bahn“, klingt Manuela Wünscher, die die Grundschule seit 1992 leitet, schon etwas wehmütig. „Aber unser Herzblut steckt in beiden Schulen. Vor zehn Jahren haben wir noch einmal angefangen und die kahlen Zimmer, die wir übernommen haben, kindgerecht umgestaltet, so dass unsere Mädchen und Jungen mit Freude zur Schule gehen.“ Im Moment sind es 147 Schüler, viele davon aus Bennewitz, denen die zentrale Lage entgegenkommt. „Im Herbst werden es 160 sein, da merkt man die Zuzüge auf dem Wiesenberg in Altenbach“, sagt Wünscher, die sich aber auch noch gut an die 365 Grundschüler in Deuben vor dem Geburtenknick erinnert.

Der Förderverein (FV) trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Kinder wohlfühlen. Und er werde dabei von vielen Sponsoren unterstützt, lobt Vorsitzende Kerstin Kästner. Der Verein hatte sich nach der Flut 2002 gegründet. „Seitdem setzen wir uns für die Kinder ein“, nennt sie als Beispiele den Spielplatz oder die finanzielle Unterstützung von Wandertagen und Theaterfahrten. Jüngstes Projekt: das grüne Klassenzimmer, auf dessen Bänken sich am Schnuppertag die zahlreichen Besucher Kaffee und Kuchen munden ließen. Mit 31 Backwerken hatten die 25 Mitglieder das Büfett bestückt. Der Wunsch Kästners nach weiterhin reger Unterstützung begann sich noch zur Stunde zu erfüllen: Der Verein konnte sich über 24 Neuanmeldungen freuen.

Dem Engagement des FV zu danken sind auch die zusammen mit einem Leipziger Maler über vier Jahre entstandenen großen Kontinentbilder im Treppenhaus. Überhaupt zeugen viele Exponate von der Kreativität der Kinder. Auf Fensterbrettern haben Drittklässler zum Kunst-Thema „Design“ alten Schuhen mit Farbe und Perlen eine neue Persönlichkeit verliehen, an der Wand hängen Töpferarbeiten... Wer von den Gästen allerdings auch mal hinter die vielen Schmuckstücke schaute, konnte sehen, dass, nachdem nach der Flut 2002 viel neu gemacht worden war, inzwischen manches doch einen neuen Anstrich vertragen könnte, in Zimmer 10 des Obergeschosses ziehen sich zudem Risse durch die Wand, an der Kellertreppe frisst sich Salpeter durch die Mauer. Aber es gibt auch neue Errungenschaften, wie drei interaktive Tafeln, die sich Wünscher durchaus für alle Zimmer wünschen würde. Natürlich lassen sich Lehrer auch viel selbst einfallen, um die Ausstattung zu verbessern. „Wir beteiligen uns an allen Wettbewerben, aus denen unseren Kindern etwas zugutekommen kann“, verweist sie unter anderem auf die Sportgeräte aus der Aktion „Bewegte Schule“.

Jutta Kaiser (70)nutzte den Tag, um all das in Augenschein zu nehmen. Vor Jahren lernte sie hier selbst das Einmaleins, inzwischen sind es ihre Enkel. „Die Kinder haben sich große Mühe gegeben“, lobte sie, „an den Exponaten kann man gut ihre Entwicklung sehen.“ Und was sagen die Grundschüler selbst zu ihrer Schule? Johanna (8) aus der 2a gefällt, dass sie hier viele Freunde habe und der gleichaltrigen Emilia „die netten Lehrer“. Im zehnköpfigen Kollegium findet übrigens gerade ein Generationenwechsel statt. Auch Janine Nikoleit ist mit ihrem Sohn Levi (6) gekommen, um mit ihm die Schule zu besichtigen. „Es ist beeindruckend, was hier alles auf die Beine gestellt wird, von der Theatergruppe bis zum Chor. Wir sehen unser Kind hier gut aufgehoben.“

Von Ines Alekowa

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