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Wurzen In der Deubener Kita haben die Handwerker das Sagen
Region Wurzen In der Deubener Kita haben die Handwerker das Sagen
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00:29 24.02.2018
Nicht-DIN-gerecht: Im Zuge des Umbaus werden in der Kita Kunterbunt auch die Türen vergrößert. Quelle: Foto: Ines Alekowa
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Bennewitz/Deuben

Der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) zeigt sich mit dem Fortschritt zufrieden. „Wir liegen im Zeitplan.“ Gemeinde und Bauleute hatten seit Baustart Ende Oktober eine glückliche Hand. Zum Jahresende, rechtzeitig vor Kälteeinbruch, konnte das sportliche Ziel erreicht und der neue Zwischentrakt im Rohbau fertiggestellt werden. Acht Meter breit, verbindet er jetzt die rechtwinklig zueinander stehenden Häuser 1 und 2. Das Fundament dafür war eine Herausforderung. Damit die Last der bestehenden Gebäude die Erde unter dem Zwischenbau nicht zusammendrückt, musste auch die Gründung des kellerlosen Neubaus tief gelegt, darauf mehrere Betonkammern aus Beton gegossen und diese mit Schotter aufgefüllt wurden.

Inzwischen sind diverse Abbrucharbeiten im Bestand beendet, auch wenn noch der ein oder andere Schuttberg auf die Rutschpartie in den Container wartet. Mauern mussten durchbrochen werden, um den Neubau anzubinden. Teils wurden Fußböden herausgenommen – im Erdgeschoss von Haus 1 für eine Fußbodenheizung auf der gesamten Fläche.

Dieter Naumann mauert Tür zum ehemaligen Saal zu Quelle: Ines Alekowa

Seit anderthalb Wochen ist Polier Peter Fleischer von der Wurzener Hochbaufirma Dietze mit seinen Leuten auf der Baustelle. Im Erdgeschoss mauert Dieter Naumann gerade die Tür zum ehemaligen Saal zu. „In der ersten Etage mussten alle Türen DIN-gerecht verändert werden, sie waren zu niedrig“, erklärt Fleischer. „Auch die Fenster kommen raus“, sagt er und hofft auf gutes Wetter, wenn die neuen nächste Woche geliefert werden. „Wir werden noch gut einen Monat zu tun haben“, sagt er, denn auch im Keller steht noch einiges an, verweist er auf die teils feuchten Wände.

Die auf jeder Etage hängenden Baupläne verraten das Ziel. „Das Erdgeschoss war nur zu einem Drittel genutzt“, erklärt Bauamtsleiterin Birgit Hardegen. Jetzt wird der Saal, in dem Seniorenveranstaltungen, auch Einwohnerversammlungen, stattfanden, in drei Gruppenräume aufgeteilt. „Das ermöglicht uns, die zwei aus Haus 3, der Baracke auf der Straßeninsel gegenüber, herauszunehmen, einer entsteht zusätzlich und damit 16 neue Kita-Plätze.“ Therapie- und Pausenraum für die Erzieher finden ebenso Platz. Im Anbau öffnet sich endlich ein barrierefreier Eingang, dazu entstehen ein Büro und eine zentrale Küche, die nicht nur die auf jedes Gebäude verstreuten Teeküchen ersetzt, sondern, über einen Aufzug mit den anderen Ebenen verbunden, Arbeitserleichterung verspricht. Drei Gruppenräume mit den zugehörigen Garderoben, Therapie- und Pausenraum verteilen sich auch aufs Obergeschoss.

Baugerüste künden von den Arbeiten, die an und in der Kita laufen. Quelle: Ines Alekowa

Der Zwischenbau bietet hier zudem die Möglichkeit, einen großen Bewegungsraum einzurichten, und er nimmt die verlegte zweite Treppe auf. Veränderungen gibt es schließlich auch im Keller, „der“, so Hardegen „bisher nur für Heizung und Hausmeister und damit nicht effektiv genutzt wurde“ und nun außerdem Blockheizkraftwerk und Wäschelager aufnehmen wird. Neben den genannten Verbesserungen verspricht sie sich durch das kompaktere Gebäude nicht zuletzt auch eine Energieeinsparung, zumal Haus 1 noch eine Dämmung erhält.

Kita-Leiterin Janine Grosche späht mit ihren Schützlingen, die nicht ins Interim im Jugendhaus Bennewitz umgezogen, sondern in der Bracke geblieben sind, regelmäßig durch den Bauzaun. Sie freut sich über den Umbau. „Durch das Zusammenlegen der Häuser wird es leichter, den Kindern Bildungsräume in anderen Zimmern zu erschließen, und die Erzieher können besser zusammenarbeiten.“

Von Ines Alekowa

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