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Wurzen Info-Börse hilft Brandiser Schülern bei Berufswahl
Region Wurzen Info-Börse hilft Brandiser Schülern bei Berufswahl
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17:33 18.03.2016
Schafft Vertrauen: Wenn der Berufsberater wie hier am Telekom-Stand kaum älter ist als die Schüler, ist die Kommunikation einfacher. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Brandis

Die Schüler der siebenten bis zehnten Klassen an der Oberschule Brandis haben sich auf einer Berufsorientierungsmesse im eigenen Schulgebäude über Ausbildungsprofile informiert. Dafür hatte Frank Nöllner als zuständiger Praxisberater von der Fortbildungsagentur der Wirtschaft (FAW) mit Sitz in Leipzig 35 Unternehmen, Institutionen, Berufsfach- und Berufsschulen eingeladen, aber auch Vertreter aus Vereinen und vom öffentlichen Dienst. „Bei der Auswahl dieser Anbieter von Studien- und Ausbildungsplätzen haben wir uns an den Nennungen der Schüler orientiert“, sagte Nöllner.

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Nah dran: 35 Unternehmen und Institutionen informieren über Ausbildungsprofile bei einer Job-Messe in Brandis.

Dem voraus gegangen seien Potenzialanalysen, um bei den Mädchen und Jungen die Stärken und Schwächen zu erkennen und um auszuloten, ob Neigungen und Fähigkeiten mit den beruflichen Wunschvorstellungen der Absolventen in Einklang zu bringen sind. Ziel sei es, dass die Schüler in der neunten Klasse schon wissen sollten, in welche Richtung es geht. Denn nach dem Halbjahreszeugnis, so wusste Nöllner, sei die Zeit reif, Bewerbungen zu schreiben.

Gina Altermann hatte sich beim Berufswunsch festgelegt. „Ich denke an Sozial- oder Diätassistent, weil ich gerne mit Menschen arbeite“, sagte die Achtklässlerin. Der 14-jährige Mostafa Al-Hasany möchte in der Telekommunikation als Fachinformatiker für Systemintegration landen. „Das habe ich seit gut zwei Jahren im Kopf. Und meine Chancen sind nicht schlecht, nur in Physik muss ich mich verbessern“, bilanzierte der Achtklässler. Für Paul Linke komme der Beruf eines Landwirtes infrage. Wohl wissend, dass diese Branche derzeit ums Überleben kämpft und zudem an Sonn- und Feiertagen Einsatz fordert. Aber der Drang zur „naturnahen Arbeit“ sei nun einmal groß. Max Dolus ist ein Schüler, der mit einem Berufswunsch noch hadert. „Erzieher, Modedesigner, Koch – ich könnte mir alles vorstellen“, sagte der 13-Jährige.

Am Stand der Altenheimgesellschaft Muldental war der Andrang nicht so stark. „Wir wissen schon, dass der Beruf des Altenpflegers nicht so gefragt ist. Da gibt es zu viele Vorurteile, die leider auch stimmen, denken wir nur an die Bezahlung“, gestand Lisa Bernhardt ein. „Aber es ist ein wirklich interessanter Beruf, weil man mit Menschen arbeitet, von denen viel Dank und Anerkennung zurückkommen. Das zu vermitteln, ist nicht leicht, kommt aber bei einigen der jungen Menschen an.“ Nebenan präsentierte sich die Bundeswehr. „Pressefragen dürfen wir nicht beantworten“, bat der Soldat um Verständnis. Aber außerhalb des Protokolls gab er zu verstehen, dass Jobs bei der Bundeswehr sehr facettenreich seien. Auch und besonders für weibliche Bewerber, bis in die Führungsebene. „Siehe unsere Verteidigungsministerin“, sagte der militärische Berater. Für Michelle Koßmann wäre es dennoch keine Option. „Ich möchte Sozialassistent werden, mit weiterführender Ausbildung zum Erzieher“, hat sich die Zehntklässlerin festgelegt. „Das ist einer der sehr oft geäußerten Berufswünsche, neben Polizei und kreativen Berufen wie Maskenbildner oder Fotografie beispielsweise“, bestätigte der Praxisberater.

Von Frank Schmidt

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