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Wurzen Innenminister übergibt Drehleiter-Fahrzeuge
Region Wurzen Innenminister übergibt Drehleiter-Fahrzeuge
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17:57 17.05.2018
In Grimma sind neue Drehleitern im Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro an die Kommunen Grimma, Borna, Wurzen und Groitzsch übergeben worden – im Beisein von Innenminister Roland Wöller (r.). Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Die Farben Blau und Rot dominierten am Donnerstagnachmittag den Grimmaer Marktplatz. Das Blau der Uniformen von Feuerwehrleuten und das Rot von vier nagelneuen Drehleiter-Fahrzeugen. Die in Reih und Glied aufgestellten Fahrzeuge verkörperten den stattlichen Wert von 2,54 Millionen Euro. Im Beisein von Sachsens Innenminister Roland Wöller und Landrat Henry Graichen (beide CDU) erhielten die Städte Grimma, Borna, Wurzen und Groitzsch – besser ihre Freiwilligen Feuerwehren – die symbolischen Schlüssel der mit modernster Technik gespickten Einsatzgefährte. BNA DL 32, GRM DL 32 oder WUR DL 30 – schon die Kennzeichen verrieten, in welche Hand welcher Schlüssel gehörte.

Großer Auflauf auf dem Grimmaer Markt. Nach Wochen des Wartens rollen vier neue Drehleitern in den Landkreis Leipzig. Künftige Nutzer sind die Feuerwehren von Grimma, Wurzen, Borna und Groitzsch. Die Macher in der Region ließen sich die Schlüsselübergabe nicht nehmen, um reichlich Hände zu schütteln.

Modernste Technik erleichtert Rettung

Yvonne Grimm von der Grimmaer Wehr war mit dabei, als das Muldenstädter Fahrzeug mit Mercedes-Gestell bei der Karlsruher Firma Rosenbauer abgeholt wurde. „Vom Bedienen her ist alles einfacher.“ Besonders freut sie sich über das Abknickgelenk der 32-Meter-Leiter. „So können wir besser auf Dächern aussteigen.“ Der Tragekorb kann bis zu 500 Kilogramm aufnehmen und damit mehr als doppelt so viel wie der an den alten Drehleitern aus den 1990er Jahren. Auch beim Retten von schweren Personen kommt das den Wehren nun zugute.

14 Computer im Fahrzeug berechnen im Ernstfall so gut wie jedes Detail, zum Beispiel den Anstützwinkel der Drehleiter oder welche Last aufgenommen werden kann. Zwei Pressluftatemgeräte, eine Schwerlasttrage, ein Notstromaggregat, eine elektrische Motorkettensäge ein Hochleistungslüfter und eine Wärmebildkamera vervollständigen die Ausstattung jedes der vier Fahrzeuge.

Gemeinsame Vergabe mit Rabatt

Deren Anschaffung gleicht einer konzertierten Aktion. Der Landkreis Leipzig übertrug eigene Mittel aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ an die vier Kommunen, der Kreistag stimmte diesem Transfer von 2,2 Millionen Euro zu. Unter Federführung der Stadt Grimma und mit Hilfe der Dietze Kommunal- und Unternehmensberatung erfolgte dann die Ausschreibung. Durch die gemeinsame Vergabe konnte ein Rabatt von geschätzten zehn Prozent erzielt werden. Landrat Graichen sieht diese „vernünftige solidarische Lösung“, die einen Kostenvorteil brachte, als gutes Beispiel für künftiges Agieren im Landkreis.

Das Fördergeld kommt aus dem „Brücken“-Investitionsprogramm zur Luftreinhaltung. Die neuen Fahrzeuge verursachen weniger Emissionen. Die alten Fahrzeuge sollen nichts mehr in die Luft pusten und müssen laut Förderrichtlinie verschrottet werden. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hofft indes, dass sie im Einsatz bleiben können. „Da mit der effizienteren Technik schneller gelöscht werden kann, brennen die Feuer kürzer und es wird auch CO2 reduziert“, gab er einen Gedankenanstoß.

Von Frank Prenzel

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