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Investor saniert Brandiser Schloss

Investor saniert Brandiser Schloss

Für eines der wichtigsten Kulturdenkmäler der Region, das Brandiser Schloss, gibt es jetzt endlich ein Konzept. Nach der Schließung des Pflegeheimes stand der Barockbau im Herzen der Stadt lange Zeit leer.

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Prächtige Räume: Der Gartensaal im Erdgeschoss ist das Glanzstück des Brandiser Barockschlosses. Eine Freitreppe führt direkt in den angrenzenden Park.

Quelle: Andreas Röse

Brandis. Türen und Fenster blieben vernagelt, der weitläufige Schlosspark wucherte zu. Und so mancher Brandiser fragte sich, was aus dem historischen Gemäuer werden soll.

"Wir planen, im Brandiser Schloss mehrere hochwertige Wohnungen einzurichten", erklärt der Leipziger Rico Schück. Bauarbeiter wuseln bereits durch das imposante Ensemble. Beim Rundgang durch herrschaftliche Säle und großzügige Räume fällt es nicht schwer, sich die Verwirklichung individueller Wohnträume vorzustellen. Den Park zu Füßen, mitten in der Stadt gelegen und trotzdem im Grünen - im Schloss wohnt man künftig nicht nullachtfünfzehn. Vom Balkon schweift der Blick über die Dächer bis nach Leipzig. Doch vorerst steht erstmal die Schau auf die Baupläne an. "Eine Herausforderung stellt natürlich der Denkmalcharakter des Gebäudes dar", räumt der Investor ein. Dem Landesamt für Denkmalpflege liegt viel daran, dass das Schloss mit dem nötigen Feingefühl saniert wird. "So sind wir aufgefordert, die großen herrschaftlichen Räume zu erhalten." Monatelang habe man mit dem Architekten getüftelt, um Lösungen für die geplanten 14 Wohnungen zu finden. "Wir dürfen nichts zergliedern und zum Beispiel auch keine kleinen Bäder einbauen." Wo es machbar ist, wird sogar der Bauzustand vergangener Jahrhunderte wiederhergestellt. So verschwinden Türen, die zu DDR-Zeiten für den Betrieb des Pflegeheimes eingebaut wurden. Im Gartensaal widmet sich Restaurator Uwe Härtig gerade einem Kamin aus dem 18. Jahrhundert. Behutsam legt er die ursprüngliche Marmorimitat-Malerei frei, mit der einstige Schlossherren den Sockel im repräsentativen Gartensaal veredelten."Früher wurde die Fläche einfach übertüncht", erzählt der Diplomrestaurator, auf den noch viele knifflige Aufgaben auf vier Etagen warten.

 Schlossherr Schück will bei alledem nichts übers Knie brechen. Er hat sich im besten Sinne auf das historische Gemäuer eingelassen, möchte es Stück für Stück in einen nutzbaren Zustand versetzen. Der Rohbau ist fast abgeschlossen, noch in diesem Jahr soll die Heizung folgen und erste Räume fertig werden. Ende 2016 peilt der Investor als Ziellinie für das Gesamtprojekt an. Für das Hauptgebäude hatte es lange keine Ideen gegeben. "Um so mehr ist es ein Glücksfall für Brandis, dass sich mit Herrn Schück endlich ein Investor für das Herz der Anlage gefunden hat", freut sich Bürgermeister Arno Jesse, "der Unternehmer hat das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf erweckt." Einer Initialzündung komme das Engagement auch für die Kommune gleich, so der SPD-Mann. Es freut Jesse, dass sich der Investor in die Belebung der Innenstadt einbringt und zum Beispiel auch örtliche Firmen beauftragt. Mit Blick auf das Torhaus, das ebenfalls zum Besitz der neuen Schlossresidenz GmbH gehört, gibt es Überlegungen, vielleicht eine öffentliche Bibliothek einzurichten. Aber das seien alles erst Visionen, betonen Rathausspitze und Bauherr, ebenso wie vielleicht eines Tages die Unterbringung eines Trauzimmers, um sich in prächtiger Kulisse das Ja-Wort zu geben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2014
Simone Prenzel

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