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Wurzen Jäger und Landwirte sichten einsamen Wolf nahe der Wälder bei Wurzen
Region Wurzen Jäger und Landwirte sichten einsamen Wolf nahe der Wälder bei Wurzen
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14:01 22.09.2016
Der Wolf auf einem Feld bei Wurzen.   Quelle: Repro: Frank Schmidt
Wurzen/Sachsendorf

 Ein vermutlich in den Wäldern des Wermsdorfer Forstes lebender Wolf treibt die Menschen in Sachsendorf um. In dem kleinen Ort südöstlich von Wurzen berichten Anwohner, in den vergangenen Tagen das einsame Tier gesehen zu haben. Diese Beobachtung bestätigte jetzt der Jäger im Revier, Eberhard Hartmann. „Als Wild ist er schon lange hier, ich schätze mal ein bis zwei Jahre. Bereits letztes Jahr bin ich mal nachts aus meinem Revier nach Hause gegangen und konnte im Scheinwerferlicht der Taschenlampe in seine Augen sehen. Dann ist er ohne Hektik in den Wald gelaufen.“

Ob es der gleiche Wolf wie in diesen Tagen sei, könne er nicht sagen. „Aber Sie können mir schon glauben, ich betreibe die Jagd seit 40 Jahren und weiß wie ein Fuchs oder ein normaler Hund laufen – ein Wolf läuft ganz anders“, sagte der 72-Jährige. Ein weiteres Indiz für die Präsenz des Wolfes sei die Tatsache, „dass das Rehwild vor den Maisfeldern frei steht und sich nicht reintraut“, ist sich der Jägersmann sicher. „Und auch mein Hund ist nicht mehr bereit, einfach so in den Wald zu gehen, nur der Wolf kann die Ursache für seine Zurückhaltung sein.“ Aber das sei überhaupt kein Problem. „Lasst doch den Wolf, der gehört nun einmal zur Natur und auch hier her“, brach Hartmann eine Lanze für den Beutegreifer.

Genau so sah es Sebastian Seidel. Der 26-jährige Traktorist hat zur fraglichen Zeit wohl jenen angeblich kranken Wolf auf einem Acker in Sachsendorf gesehen und sogar mit dem Handy aus dem Traktor heraus gefilmt. „Ich bin ja selbst auch Jäger und habe sofort erkannt, dass mir da kein Fuchs oder einfacher Hund über den Weg läuft.“ Der Landwirt hatte in Bautzen schon Wölfe in der Natur gesehen, hier in der Region sei es das erste Mal gewesen. Aber ganz sicher sei dieser Wolf nicht krank, wie Anwohner vermuten. Natürlich sei er ziemlich außer Atem gewesen und habe vermutlich vor Scheu den Schwanz eingezogen, aber er sei normal gelaufen und sein Heil im Wald gesucht, interpretierte der Landwirt von seinen Beobachtungen.

Von Frank Schmidt

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