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Wurzen Jedem Kind ein Instrument: Erfolgreiche Konzertpremiere für die Kleinsten
Region Wurzen Jedem Kind ein Instrument: Erfolgreiche Konzertpremiere für die Kleinsten
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11:43 04.04.2018
Auftritt mit Lampenfieber: Die Abschusskonzerte waren für die kleinen Musiker eine ganz neue Erfahrung. Quelle: privat
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Wurzen

Für JeKI will die Musikschule „Theodor Uhlig“ Muldental zum Wiederholungstäter werden. Hinter den vier Buchstaben versteckt sich das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, das 2003 in Bochum startete und mittlerweile bundesweit zahlreiche Ableger findet. So auch in der Querstraße 25, dem Sitz der Bildungsstätte mit etwa 1200 Schülern. „Wir haben zunächst mit den drei Wurzener Grundschulen und insgesamt 112 Teilnehmern begonnen“, erinnert sich Musikschulleiter Roland Krause. Ein Jahr später stieß Kühren hinzu, danach Hausdorf und Machern. Und dennoch feierte die Musikschule jetzt eine Premiere.

„Erstmals“, berichtet Krause, „fanden Abschlusskonzerte der kleinen JeKI-Absolventen statt.“ Und zwar in den Schulen selbst, aber ebenso in der Kirche. Dabei zeigten die älteren JeKI-Kinder den jüngeren und ihren Eltern, wie gut sie ihr Instrument beherrschen. „Das musikpädagogische Programm unterteilt sich in zwei Schuljahre“, erläutert Krause. Im ersten Jahr lernen die Mädchen und Jungen verschiedene Musikinstrumente kennen, wie Violine, Gitarre, Flöte, Schlagzeug oder Keyboard, die der sächsische Landesverband deutscher Musikschulen kostenfrei bereitstellt. Im zweiten Jahr unterrichten die Dozenten das Instrument nach Wahl und Angebot. Geübt wird zu Hause.

Aus Sicht von Krause ist JeKI eine Erfolgsgeschichte, „was sich insbesondere bei den Abschlusskonzerten zeigte“. Die Konzerträume der Diesterweg-Grundschule und „An der Sternwarte“ waren bis auf den letzten Platz besetzt. Ferner die Kirche in Kühren und das Gotteshaus in Machern. „Natürlich sorgten die Aufführungen für jede Menge Lampenfieber bei den kleinen Musikern und ihren Lehrern.“ Doch letztlich wurden sie alle mit Applaus für ihre Leistungen belohnt. Gerade deswegen möchte Krause die Premiere wiederholen. Dann allerdings nicht am Vormittag, sondern am Nachmittag, damit so viele Zuhörer wie möglich in den Genuss der Konzerte kommen. Im Übrigen kostet die Ausbildung lediglich für das zweite Schuljahr pro Kind 120 Euro. Jene Summe zahlen immer mehr Eltern gern, wie die wachsende Zahl an JeKI-Kinder der Musikschule Muldental beweist. Auf Antrag hin wird sogar eine Sozialermäßigung bis zu 100 Prozent gewährt.

Befanden sich 2012/2013 noch 185 Kinder im Programm (davon 51 im zweiten Schuljahr), waren es 2016/2017 schon 309 (100). Für Krause liegen die Vorteile des frühen Musizierens klar auf der Hand. Der Umgang mit dem Instrument beeinflusse die motorische, kreative, kognitive und soziale Fähigkeiten auf positive Weise. Leider trüben im Moment die finanziellen Aussichten den Aufwärtstrend. Unterstützung vom sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst erhält die Musikschule pro halber Klasse. Bisher wurden in Wurzen sechs Klassen in den drei Grundschulen gebildet, ab dem nächsten Schuljahr jedoch nur fünf – und das trotz gleicher Kinderanzahl. Krause bringt es auf den Nenner: „Weniger Klassen, weniger Geld. Sollten sich die Finanzen perspektivisch nicht erhöhen, schmälert das die Erfolgsgeschichte von JeKI.“

Weitere Informationen zu „Jedem Kind ein Instrument“ beim Verband deutscher Musikschulen, Landesverband Sachsen, unter www.lvdm-sachsen.de, E-Mail JeKi@lvdm-sachsen.de

Von Kai-Uwe Brandt

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