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Wurzen Jugend forscht: Von Brandis nach Leipzig
Region Wurzen Jugend forscht: Von Brandis nach Leipzig
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16:32 09.03.2017
Jugend forscht am Gymnasium in Brandis - v.l. Alexander Kuhn (16), Moritz Bühl (15), Anna Lucia Ackermann (15), Felix Guttbier (18) und Leon Weiß (16) .   Quelle: Foto: Andreas Döring
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Brandis

 Am Donnerstag findet im Leipziger Augusteum das Regionalfinale von Jugend forscht statt. Junge Wissenschaftler aus Nordwestsachsen stellen dort ihre Projekte in verschiedenen Disziplinen vor und hoffen, ein Ticket für das Landesfinale zu erhalten. Mit dabei sind auch fünf Schüler vom Gymnasium in Brandis.

Für die meisten ist es das erste Mal. Nur Felix Guttbier, 18 Jahre alt und mitten in den Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen, ist ein alter Hase. „Ich bin jetzt zum vierten Mal dabei“, sagt der Schüler nicht ohne Stolz. Er will die Jury in diesem Jahr mit einer Tanzapp überzeugen. „Ich programmiere seit vielen Jahren. Diesmal stelle ich eine App vor, die dem Nutzer sagt, welchen Standardtanz er zu dem Lied tanzen kann, das er gerade hört.“ Das funktioniere, indem der Song aufgezeichnet und verschiedene Charakteristika ausgewertet würden. „Ich tanze gern, meine Eltern auch. Aber manchmal erkennt man nicht auf Anhieb, welcher Tanz passt. So kam ich auf die Idee“, erinnert sich Felix.

Ein Elternteil, nämlich der Vater, hat auch Leon Weiß auf die Idee zu seinem Experiment gebracht. „Wir arbeiten viel zusammen im Garten, pflanzen gern an“, sagt der 16-Jährige. Die Qualität des Bodens spiele dabei eine wichtige Rolle.

Um die Beschaffenheit von Böden im weitesten Sinne geht es auch bei Moritz Bühl, der ebenfalls in die zehnte Klasse geht. Er hat sich von einem Energieplanungsunternehmen aus der Region eine Drohne ausgeliehen. „Ein Hauptaugenmerk bei mir lag darin zu gucken, wie die Drohne in der Landwirtschaft genutzt werden kann“, erklärt er. Dafür habe er Kameraaufnahmen von einem Feld gemacht, wollte herausfinden, ob man anhand der Bilder Rückschlüsse auf die Bodenbeschaffenheit ziehen kann. „Man hat dann grüne und braune Stellen gesehen. Ich habe jeweils Bodenproben entnommen und den Humus- und den PH-Wert gemessen“, erklärt er. Wichtig sei dies, um beispielsweise gezielt düngen zu können.

Das zentrale Motiv des Projekts mit dem Anna Lucia Ackermann und Alexander Kuhn an den Start gehen, ist Nachhaltigkeit. „Wenn Mais geerntet wird, bleibt die Spindel zurück. Und die bietet Nährboden für Parasiten“, fasst Lucia für den Laien zusammen. Deshalb haben die beiden sich überlegt, wie die Spindel zum einen vom Feld geholt und zum anderen danach auch gewinnbringend verwendet werden kann. „Wir haben uns verschiedene Verwendungsmöglichkeiten überlegt. Und haben uns dann für den Einsatz als Dämmmaterial von Häusern entschieden“, sagt Alexander.

Betreut werden die Projekte von Lehrern der Schule. Lutz Feichtinger, verantwortlich für Mathematik- und Physikstunden, ist einer davon. Er betont, dass die Teilnahme am Wettbewerb an der Schule eine lange Tradition habe, viele Schüler schon sehr erfolgreich waren. „Aber um den Sieg allein geht es nicht, durch die Vorbereitung und die Präsentation lernt man viel Nützliches für die Zukunft“, so der 51-Jährige.

Von Nathalie Helene Rippich

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