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Wurzen Jugendliche malen die Welt, wie sie ihnen gefällt
Region Wurzen Jugendliche malen die Welt, wie sie ihnen gefällt
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05:05 01.06.2018
Schüler der Pestalozzi-Oberschule setzen sich mit dem Thema Frieden und Gleichberechtigung auseinander. Die Banner sollen im Juni die Fassade des Schulgebäudes und danach das Stadtbild schmücken. Quelle: Laura Rieger
Wurzen

„Frieden ist nicht alles – aber ohne Frieden ist alles nichts“, steht auf einem der großformatigen Banner mit den Maßen fünf mal 1,2 Meter, welche die Jugendlichen der neunten Klassen unter Anleitung von Martina Jacobi vom Verein Schweizerhaus Püchau und dem Kunstlehrer Michael Körnich entwarfen.

Wünsche und Ansprüche auf dem Banner

Mit den Bannern möchten die Schüler zwischen 14 und 16 Jahren zum Ausdruck bringen, welche Wünsche und Ansprüche sie an die Welt haben und wie ein Zusammenleben aussehen soll. Hierfür setzten sie sich im ersten Teil des Projektes mit dem Grundgesetz auseinander. Hilfestellung gab es dabei unter anderem von Heidi Bischof vom Netzwerk für demokratische Kultur (NdK). Den Themen der Jugendlichen sollte schließlich durch die künstlerisch kreative Auseinandersetzung im Rahmen des Kunstunterrichtes eine Stimme gegeben werden.

Grafitzeichnungen als Grundlage

In thematischen Kleingruppen entwarfen die Projektteilnehmer erste Grafitzeichnungen, die sie darauf folgend über mehrere Tage auf sechs Banner übertrugen – „was dann doch ganz schön an Arbeit grenzte“, wie der eine oder andere feststellen musste.

Auseinandersetzung mit Gestaltung

Entstanden sind große Kunstwerke, bei denen sich die Jugendlichen auch mit Gestaltungsfragen auseinandersetzen mussten: Was passt? Was sagt die Farbe dem Betrachter, und wie wirkt das Ganze, wenn es hoch oben an einer Hauswand hängt? Wichtig wurde das Reduzieren aufs Wesentliche.

Schüler der Pestalozzi-Oberschule setzen sich mit dem Thema Frieden und Gleichberechtigung auseinander. Die Banner sollen im Juni die Fassade des Schulgebäudes und danach das Stadtbild schmücken. Quelle: Laura Rieger

Eine Form, die nicht nur Grundlage der Plakatgestaltung ist, sondern Voraussetzung und Motor der Auseinandersetzung mit dem Inhalt. „Erst wenn man die fünf ausgerollten Meter vor sich liegen sieht, ist man in der Lage zu verstehen, dass hier ein wirklich großes Bild geschaffen wird. Und dies unterliegt auch gewissen Regeln der Gestaltung, um sein Anliegen wirklich an den Mann oder die Frau zu bringen“, beschreibt Jacobi die Erkenntnisse der Projekttage.

Das kunterbunte Projekt stärke sodann nicht nur das demokratische Verständnis, sondern fordere gleichermaßen demokratisches Handeln ein. Indem sich die Teilnehmer in Prozessen über die Gestaltung einer gemeinsamen Fläche einig werden mussten, erfuhren sie selbst Möglichkeiten der Entscheidungsfindung und Konfliktlösung. „Als Belohnung“, wie ein Mädchen sagte, gab es ein Probehängen an der Feuertreppe der Schule.

Banner zieren Außenfassade und Stadtbild

Ab Juni werden die Banner dann für einen Monat die Außenfassade der Pestalozzi-Oberschule in der August-Bebel-Straße schmücken. Anschließend sollen sie für einen weiteren Monat im Stadtbild Wurzens zu sehen sein. „So bekommen die Schüler eine Stimme und können ihr Demokratieverständnis nach außen tragen“ erläuterte Koordinatorin Bischof vom NdK die Intention hinter dem Projekt.

Von LVZ

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