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Wurzen Juwi eröffnet Niederlassung in Brandis
Region Wurzen Juwi eröffnet Niederlassung in Brandis
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17:11 02.05.2011
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. Im Beisein von Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) nahm einer der Marktführer im Bereich erneuerbarer Energien gestern offiziell seine erste Niederlassung in Sachsen in Betrieb.

Über lange Betonpisten des einstigen Flugplatzes führte der Weg der rund 200 geladenen Gäste. Am westlichen Ende der ehemaligen Landebahn begrüßte sie gut gelaunt Juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. Wo früher russische Jagdflugzeuge starteten, hebt jetzt der Projektentwickler von Solar-, Wind- und Bioenergieanlagen zum Höhenflug an. „Sachsen bietet für regenerative Energieträger große Potenziale. Der Freistaat hat das Zeug, bei den erneuerbaren Energien eine führende Position einzunehmen", so Willenbacher.

Juwi errichtete 2008 auf der Militärbrache bereits einen der größten Solarparks Deutschlands. Auch nach Abschluss der Arbeiten blieb das 1200-Mann-Unternehmen Brandis treu. Hundert Mitarbeiter werden künftig von hier aus Projekte in ganz Sachsen auf den Weg bringen.

Und ihr Arbeitsplatz ist mehr als standesgemäß: Die neue Niederlassung setzt in Sachen Energieeffizienz Maßstäbe. Die gesamte Architektur und Ausstattung ist darauf ausgerichtet, so wenig Wärme und Strom wie möglich zu vergeuden. „Was anderswo ungenutzt verpufft, hilft uns Kosten sparen", sagt Firmensprecher Christian Hinsch. Der Hauptsitz der Firma in Wörrstadt südlich von Mainz gilt als energieeffizientes Bürogebäude der Welt. Brandis ist eine Mini-Ausgabe davon. Das so genannte Green Building strotzt vor ausgeklügeltem Energiemanagement: sparsame Laptops statt PC, Abwärmenutzung von Servern und Mitarbeitern, demnächst noch Solar-Carports für die Belegschaft - dies sind nur einige Beispiele, die den Verbrauch niedrig halten.

In so einem Öko-Vorzeigehaus fühlte sich natürlich auch Ressortchef Frank Kupfer wohl: „Die sauberste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird", erklärte der Umweltminister zur gestrigen Einweihung. Es sei erklärtes Ziel der Staatsregierung, verstärkt Sonne und Wind anzuzapfen. „Bis 2020 wollen wir im Freistaat mindestens 24 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Derzeit sind es noch 15 Prozent." Juwi sei dabei ein wichtiges Zugpferd, würdigte der Minister das Engagement des aufstrebenden Unternehmens, das weltweit tätig ist und mittlerweile auf 800 Millionen Jahresumsatz verweisen kann.

Auch am Standort selbst sind weitere Investitionen geplant. „Der Solarpark soll von 40 auf 50 Megawatt erweitert werden", informierte Bürgermeiser Andreas Dietze. Und auch die Errichtung eines Biogaskraftwerkes gemeinsam mit der Firma Schmack sei verabredet.

Simone Prenzel

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