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Wurzen Juwi erweitert Solarpark in Waldpolenz
Region Wurzen Juwi erweitert Solarpark in Waldpolenz
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15:03 29.07.2011
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. Der rheinland-pfälzische Projektentwickler lässt derzeit in Waldpolenz weitere 13 Megawatt installieren.

Wohin das Auge blickt, reihen sich Metallskelette aneinander. Während im Osten der riesigen Baustelle – etwa in Höhe des ehemaligen Towers – die letzten Pfosten in die Erde gerammt werden, sind Arbeiter am anderen Ende der Fläche mit der Montage der Module beschäftigt. Über 150 000 der schwarzglänzenden Scheiben sollen hier in wenigen Wochen die Sonne einfangen. Der Zeitplan ist ehrgeizig. „Bereits im August wollen wir mit dem zweiten Bauschnitt ans Netz gehen", verkündet Jacqueline Manzke.

Genau wie Niederlassungsleiter Günter Vallentin kann die Juwi-Sprecherin täglich von ihrem Büro aus verfolgen, welches rasante Tempo die Solar-Monteure an den Tag legen. Auf dem einst verwaisten Militärflugplatz ziehen sich die Modultische kilometerlang hin. Die Dimensionen sind gewaltig: Auf einer Fläche so groß wie 58 Fußballfelder wird geschraubt, verkabelt und montiert. Bereits seit längerem hatte Juwi die Absicht, den bestehenden Solarpark zu vergrößern. Im ersten Bauabschnitt hatten die Solarpioniere aus der Pfalz über 340 000 Module installiert. Die einzelnen Bauabschnitte waren von März 2007 bis Dezember 2008 in Betrieb gegangen. Die 130 Millionen-Euro-Investition galt für kurze Zeit als größter Solarpark weltweit. Die Fläche des ersten Bauabschnitts nahm rund 200 Fußballfelder ein.

Zur Investitionssumme im zweiten Solar-Areal macht das Unternehmen derzeit noch keine Angaben. Erneut zur Anwendung kommt die so genannten Dünnschichttechnologie. „Die Module kommen von der Firma First Solar aus einem Werk in Frankfurt/Oder", erklärt Jacqueline Manzke. Bei den Montagearbeiten vor vier Jahren hatte es mitunter Verzögerungen gegeben, weil man auf Schiffe aus Übersee warten musste, die das Material anlieferten. Damals kamen die meisten Module aus dem Stammwerk von First Solar in Ohio, teilweise auch aus Malaysia. Diese weiten Wege bleiben den Machern mittlerweile erspart.

Mit den Arbeiten liege man gut im Plan, so die Juwi-Sprecherin weiter. Joachim Hegenbarth ist einer von rund hundert Monteuren, die auf dem einstigen Airport arbeiten. Im Schatten der bereits verankerten Module verkabelt er die dunklen Scheiben. Die Abläufe sind optimiert, die Mammut-Baustelle läuft wie ein Uhrwerk.

Naturschützer hatten zeitweise artenschutzrechtliche Bedenken angemeldet. Der Regionale Planungsverband hingegen begrüßte das Vorhaben. Es sei besser, eine ehemalige militärische Liegenschaft wieder sinnvoll zu nutzen statt wertvolle Ackerflächen für Solarprojekte zu vergeuden.

Simone Prenzel

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