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Wurzen Juwi plant Niederlassung in Brandis
Region Wurzen Juwi plant Niederlassung in Brandis
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05:00 20.05.2010
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. Drei Millionen Euro wollen die Solarpioniere aus der Pfalz in das Gebäude investieren. „Brandis ist für uns ein wichtiger Standort geworden", erklärte Juwi-Vorstand Fred Jung in Brandis.

Mit dem Bau eines der weltgrößten Solarparks auf dem einstigen Militärgelände hatte Juwi 2007 begonnen. 130 Millionen Euro wurden investiert. Auch nach Abschluss der Arbeiten blieb das inzwischen weltweit agierende Unternehmen Brandis treu. „Mittlerweile sind in unserer hiesigen Niederlassung 35 Mitarbeiter beschäftigt", berichtete Fred Jung vorm Technischen Ausschuss. Von Brandis aus würden sämtliche Vorhaben in den neuen Bundesländern betreut.

Das Ziel, einmal hundert Prozent des Bedarfs aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Erdwärme zu decken, halte man für realistisch. Juwi rechnet sich deshalb auf dem deutschen und dem internationalen Markt gute Chancen aus, weiter zu wachsen. Die Bürocontainer, in denen die Mitarbeiter in Waldpolenz derzeit untergebracht sind, seien deshalb kein Dauerzustand. „Noch in diesem Jahr", formulierte Fred Jung ein ehrgeiziges Ziel, „soll das Gebäude fertiggestellt werden." Nicht nur was die von Juwi projektierten Anlagen betrifft, hat das Unternehmen einen Ruf zu verlieren. Auch mit der Errichtung des Firmensitzes setzte die 850-Mitarbeiter-Firma Maßstäbe. Die Zentrale in Wörrstadt südlich von Mainz gilt als energieeffizientestes Bürogebäude der Welt. „Es verbraucht nur zehn Prozent dessen, was ein normales Objekt an Energie benötigt", erklärte der Juwi-Vorstand. Errichtet in ökologischer Holzbauweise, soll eine kleine Ausgabe der Wörrstädter Juwi-Zentrale nun auch in Brandis entstehen. Wie in der gesamten Unternehmensgruppe stünden auch hier die Zeichen auf Wachstum. „Jährlich sollen zehn neue Mitarbeiter in der hiesigen Niederlassung hinzukommen."

Weit fortgeschritten sind auch die Pläne für die Erweiterung der Photovoltaikanlage. Zu den jetzt bereits installierten 40 Megawatt sollen noch einmal rund 10 MW dazukommen, erklärte Simone Daehn von Juwi Solar. „Die Sonne schickt bekanntlich keine Rechnung", ergänzte Fred Jung. Ziel sei, noch in diesem Jahr Baurecht für die Erweiterung zu erlangen.

Und noch einen Wunsch hat Juwi: den Standort Brandis mit der Errichtung von Windrädern auch breiter aufzustellen. Im Gespräch sind drei Anlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 200 Metern. „Die überörtliche Planung lässt Windräder derzeit nicht zu", erklärte Bürgermeister Andreas Dietze dazu. Laut Juwi müsse unter anderem ein Zielabweichungsverfahren im Rahmen der Regionalplanung angestrengt werden. Der Stadtrat hat demnächst zu entscheiden, ob er sich Windräder in Waldpolenz überhaupt vorstellen kann.

Simone Prenzel

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