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Wurzen Kalender mit Bildern aus der Heimat – die Angebote im Landkreis sind überschaubar
Region Wurzen Kalender mit Bildern aus der Heimat – die Angebote im Landkreis sind überschaubar
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13:06 25.11.2015
Buchhändlerin Claudia Rollberg von der Grimmaer Buchhandlung „Mirjams Leselust“ hat Kalender mit Motiven aus Grimma und dem Muldental. . Quelle: Thomas Kube
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Landkreis Leipzig

Für manchen ist es ein Muss: ein Kalender mit Bildern oder Motiven aus der Heimat. Derartige Kalender sind allerdings längst nicht überall zu haben. In der „Buchhandlung“ in der Kreisstadt Borna findet sich ein Kalender mit Borna-Bildern jedenfalls nicht. Anders in Grimma. Dort kann, wer will, sein Heim mit einem Kalender schmücken, in dem die „Perle an der Mulde“ von oben zu sehen ist, sagt Buchhändlerin Petra Riesche in der Buchhandlung Mirjams Leselust.

Allerdings könnte das gute Stück noch etwas besser über den Ladentisch gehen. Wobei der Kalender mit Luftaufnahmen von Grimma nicht der einzige Kalender mit Lokalbezug ist. Bei Mirjams Leselust gibt es auch einen Kalender mit dem verheißungsvollen Namen „Romantisches Muldental“, in dem Aufnahmen der bekannten Grimmaer Fotografen Gerhard Weber und Thomas Kube zu sehen sind, Ansichten von Grimma inclusive. Allerdings geht die Nachfrage nach Kalendern insgesamt zurück, hat Verkäuferin Riesche beobachtet. Küchenkalender sind noch gefragt „und ab und zu ein großer Schmuckkalender“.

Wurzen hebt Lokalpatriotismus in zwei Almanache

Wurzener Lokalpatrioten kommen in Sachen Wurzen-Kalender in der Wenceslai-Buchhandlung auf ihre Kosten. Kristina Jurisch hat gleich zwei verschiedene Kalender mit Motiven der Ringelnatz-Stadt im Angebot. „Die Leute fragen danach.“ Auch Muldentalkalender erfreuen sich einer nennenswerten Nachfrage.

Weniger gut sieht in der Buchhandlung am Markt in Bad Lausick aus. Dort steht Carmen Heine hinter dem Ladentisch. Einen Kalender von der Kurstadt kaufen? Das geht nicht, weil es schlicht und ergreifend keinen gibt. „Vor Jahren hatten wir so etwas einmal“, erinnert sich die Buchhändlerin, aber das habe sich offenkundig nicht gelohnt. Sie führt lediglich einen Kalender im Angebot – Titel „Unsere sächsische Heimat“. Kalender gehen in der Buchhandlung am Markt nicht, „weil es mittlerweile Kalender in jedem Supermarkt gib“, wie Buchhändlerin Heine sagt.

Nach einem Geithain-Kalender fragen die Kunden im Geithainer Geschäft mit dem schönen Namen „Bücher, Bilder und Musik“ vergebens. Obwohl es eine Geithain-Kalender vor Jahren einmal gab, wie sich Buchhändlerin Anja Schumann erinnert, die das Geschäft mit ihrer Mutter Martina Schumann betreibt. Immerhin: Kalender vom Muldental, dem Neunseenland und Leipzig gehören zum Angebot, so genannte Gutschein-Kalender, mit denen etwa der Besuch eines Restaurants nach dem Motto „Zwei essen – nur einer bezahlt“ möglich wird. „Das wird als Geschenk ab und zu gern genommen“, sagt Buchhändlerin Anja Schumann weiter. Generell seien die Kunden preisbewusst.

Gutschein-Kalender in Brandis zu haben

Die Gutschein-Kalender mit Motiven aus dem Muldental und dem Neuseenland verkauft auch Ulrich Gäbel in der gleichnamigen Brandiser Buchhandlung. Einen Brandis-Kalender dagegen gibt es keinen mehr. „Vor drei Jahren gab es den letzten.“ Kalender verkauft der Buchhändler nach wie vor, wenngleich nicht mehr so viele wie in frühere Jahren. Kein Wunder, wenn es Kalender längst auch kostenlos in der Apotheke oder beim Bäcker gibt.

Kalender gehen auch in der „Buchhandlung“ in Borna. Wer hier nach einem Borna-Kalender sucht, wird allerdings nicht fündig. „Es findet sich niemand, der so etwas herstellt“, sagt Buchhändlerin Elke Kämpfner. Das sei auch eine Geldfrage, weil ein Kalender-Produzent zunächst einmal in Vorkasse gehen müsste. Dafür gehört ein Kalender mit Motiven aus Regis-Breitingen zum Angebot. „Den hat der Regiser Heimatverein herausgebracht.“ Lokal angehauchte Kalender sind wie in anderen Buchhandlungen die Gutschein-Kalender mit Motiven aus dem Neunseenland, dem Muldental und der Stadt Leipzig. Davon abgesehen gehen Kalender auch weiterhin, sagt die Buchhändlerin, Handys und neuer Technik zum Trotz. Gefragt sind Wandkalender und Küchenkalender und die großen Familienplaner.

Von Nikos Natsidis

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