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Wurzen Kaligrafisches W und Ringelnatz siegen
Region Wurzen Kaligrafisches W und Ringelnatz siegen
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09:43 18.09.2009
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. In den nächsten sechs bis acht Wochen werden die Designer den Entwurf weiter verfeinern und ein komplettes Corporate-Design für die Stadt entwickeln.

Gut 70 Minuten lang ging es am Mittwochabend im Ratssaal um Ästhetik, um Linien, Farben, Schriften, um Prägnanz, Unverwechselbarkeit und Individualität. Ein Spielfeld für Designer. Vier Büros hatten die Möglichkeit, in etwa 20 Minuten ihre Logo-Entwürfe zu präsentieren. Sie gehörten zu jenen, die eine achtköpfige Jury aus rund 75 Einsendungen ausgewählt hatte. Als zweiter Filter fungierte der Kultur-Ausschuss in der vergangenen Woche. Die Mitglieder des Gremiums legten überdies eine Rangfolge fest – so gab es also vorab einen Favoriten und Platzierte.

Gelüftet wurde das Geheimnis um das Ranking erst nach den Präsentationen – als es Jörg Röglin vor der Wahlentscheidung bekannt gab: Platz ein: Knopek Clauß, Dresden; gefolgt von Comdeluxe, Nürnberg; Pekasus, Wurzen und dem Büro Quer, Dresden.

Oder war doch schon etwas durchgesickert? Thomas Genedl (Pekasus Wurzen), der seinen Entwurf noch im Kulturausschuss erläutert hatte, verzichtete auf eine Vorstellung im Rat. Genedl wollte sich zu Gründen nicht äußern. Die Präsentation übernahm Stadtmarketing-Koordinatorin Katrin Hussock.

Die Designer lenkten die Aufmerksamkeit der Räte (und der nur wenigen neugierigen Bürger auf den Besucherplätzen) mit Hilfe von Bild- und Stichwortpräsentationen auf den Weg, der sie schließlich zum Ergebnis, ihrem jeweiligen Logo geführt hatte. Die Vorgehensweise war weitestgehend ähnlich. Grund: die klaren Bedingungen, die die Stadt im Rahmen der Ausschreibung gemacht hatte. So sollten sich die Schwerpunkte Geschichte der Stadt, Persönlichkeiten, historische Altstadt mit Dom und Schloss, Bildung, Muldental und Auenlandschaft sowie Wurzen als Gewerbestandort in dem Logo wiederfinden, das als so genannte Wort-Bild-Marke erstellt werden musste.

Das Logo dürfe das Stadtwappen nicht ersetzen, sondern wenn möglich mit ihm kombinierbar sein. Es solle die Funktion einer Dachmarke haben und für die verschiedenen Bereiche der Stadtverwaltung, aber auch von städtischen und stadtnahen Einrichtungen genutzt werden. Schließlich müsse es in allen Bereichen der visuellen Kommunikation (Druck, Internet, Werbemittel, Banner) darstellbar und bei allen verwendeten Schaugrößen und Farbigkeiten gut identifizierbar sein, hoher Wiedererkennungswert eingeschlossen, hieß es in den Vorgaben.

Für die Räte am überzeugendsten waren offenbar Präsentation und Produkt des Büros „Knopek Clauß“. Sie punkteten in der Kombination mit der Farbe des „Wurzener Goldtons“ mit dem kaligrafischen „W“, dem Ringelnatzkopf und verschiedenen Farbvarianten, die sie bereits auf Flyern sichtbar machten. Während die übrigen drei Agenturen weit über 7000 Euro kosten, bieten Knopek und Clauß ihre Idee für knapp 5000 Euro an. Die Kosten hätten bei der Entscheidung allerdings keine Rolle gespielt, hieß es. Die Sieger erhielten 18 Stimmen, Comdeluxe zwei, Büro Quer eine Stimme. Die Wurzener gingen leer aus. Über Geschmack lässt sich streiten

Drago Bock

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