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Kantorat wieder Schmuckstück

Kantorat wieder Schmuckstück

Trebsen. Wenn von der ehemaligen Kirchenschule die Rede ist, wissen nur Alteingesessene das Gebäude und seinen Standort zu beschreiben.

. Wird aber vom Kantorat gesprochen, haben wohl alle jenes Haus im Sinn, das über viele Jahre eher unansehnlich neben Stadtkirche und Pfarramt stand. Aber es ist ein und dasselbe etwa 200 Jahre alte Gemäuer, das nun, nach seiner achtmonatigen aufwendigen Innen- und Außensanierung, nicht wieder zu erkennen ist. Es ist gar zum Schmuckstück des Dreigestirnes am Pfarrhof geworden.

Obwohl es kaum einer zu träumen gewagt hätte, so Pfarrerin Yvette Schwarze, sei es gelungen, dem „ruinösen Gebäude" rechtzeitig bis zur 850-Jahrfeier ein neues Antlitz zu geben. Äußerlich sowieso, etwa durch eine neue Fassade, in der schon ewig zugemauerte Fensterdurchbrüche jetzt wieder wie echte Fenster aussehen. Denn die wurden mit geschicktem Pinselstrich den ebenfalls neuen Fenstern nachempfunden. Und wer sich die Fensterfront genau anschaut, kann in einem der Imitate sogar eine leuchtende Kerze entdecken. Innen wurden Wände erneuert, um der Feuchtigkeit Herr zu werden und eine zweckmäßige Raumaufteilung zu bekommen. Entstanden sind zwei Wohnungen im Obergeschoss, eine davon bewohnt der einstige Pfarrer Walter Schormann. Und im Erdgeschoss befinden sich das Gemeindezimmer sowie Räume für die Kinder- und Jugendarbeit.

Unverhofft kommt oft. Das galt besonders für den Dachstuhl, der unplanmäßig ausgewechselt werden musste. Den hatte man seinerzeit nicht so solide gezimmert. Eine Erklärung dafür hatte Kirchenhistoriker Heiko Jadatz parat. Demnach wurde das Haus unmittelbar nach der Völkerschlacht errichtet, als das Land finanziell am Boden lag. „Umso dankbarer waren wir den Bauleuten, die mit viel Engagement und Geduld dem Haus zusätzlich einen neuen Dachstuhl samt Dachhaut gegeben haben", freute sich Pfarrerin Yvette Schwarze. Das habe allerdings auch den Kostenrahmen gesprengt, der ursprünglich auf 133 000 Euro festgesetzt war. Am Ende standen 250 000 Euro auf der Sanierungsrechnung, die aber mit Zuschüssen aus dem Leader-Förderprogramm der EU, mit Mitteln der Landeskirche sowie mit Eigenmitteln beglichen werden konnte.

Frank Schmidt

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