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Wurzen Katharina Landgrafs knapper Wahlsieg im Landkreis Leipzig – die Enttäuschung überwiegt
Region Wurzen Katharina Landgrafs knapper Wahlsieg im Landkreis Leipzig – die Enttäuschung überwiegt
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00:03 25.09.2017
Verhaltene Freude bei der CDU: Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (M.) nimmt die Glückwünsche von den CDU-Landtagsabgeordneten Hannelore Dietzschold und Georg-Ludwig von Breitenbuch entgegen. Bis 22 Uhr musste sie auf Glückwünsche warten. Quelle: Frank Schmidt
Landkreis Leipzig

Katharina Landgraf (CDU) hat im Wahlkreis 154, der den Landkreis Leipzig umfasst, das Direktmandat geholt und wird ihre Arbeit im Bundestag fortsetzen. Nach Auszählung der Stimmen in allen 31 Wahllokalen stand es endgültig – nachdem auch Brandis als letztes das Auszählungsergebnis gemeldet hatte – um 23.45 Uhr fest: die 63-Jährige holte 34,1 Prozent der Erststimmen. Die Wahlbeteiligung im Landkreis Leipzig lag bei 74,9 Prozent.

Wahlergebnis der Erststimmen im Landkreis Leipzig Quelle: tlieb

Katharina Landgraf feierte den Wahlausgang im Hotel Schlossblick in Trebsen. Wobei dort nach Feiern zunächst keinem zu Mute war. „Diese Prognose habe ich so nicht erwartet. Ich bin maßlos enttäuscht. Es war klar, dass es nicht mehr so sein würde, wie bei der letzten Wahl. Aber ein paar mehr Prozent hatte ich schon erhofft“, sagte Landgraf mit Blick auf die herben Verluste der Christdemokraten. Auswirkungen des Wahlausgangs direkt auf ihre Arbeit sah Landgraf am Abend nicht: „Je nachdem welche Koalition gebildet wird, kann sich aber unsere Wahlkreisarbeit verändern. Das müssen wir abwarten.“

Wahlergebnis der Erststimmen im Landkreis Leipzig Quelle: tlieb

Axel Troost (Die Linke) verfolgte die Wahlergebnisse im Linken-Büro in der Roßmarktschen Straße in Borna. Auch dort war wenig Begeisterung zu spüren. Linken-Landtagsabgeordneter Enrico Stange und Kreisverbandschef Holger Luedtke standen Troost bei. Auf Platz 6 der Landesliste der Linken kann der Leipziger davon ausgehen, dass auch er seine Arbeit im Bundestag als Abgeordneter fortführen kann. Bei den Erststimmen holte Troost als Direktkandidat 15,6 Prozent.

Lars Herrmann, Direktkandidat der AfD, holte das zweitbeste Ergebnis bei den Erststimmen Quelle: Kempner

Bei Lars Herrmann (AfD) in Naunhof, wo der Polizist im Rathaus das Ergebnis der Stimmauszählung erwartete, war die Stimmung besser. Seine Partei war schnell als Wahlgewinner des Abends klar. Auch das persönliche Wahlergebnis des 40-Jährigen gab Anlass zum Jubel: Herrmann holte das zweitbeste Ergebnis im Wahlkreis – 28,7 Prozent.

Markus Bergforth (SPD) erlebte auf den Monitoren im Markkleeberger Lindensaal das Desaster für die Sozialdemokraten mit. Er kam auf 11,5 Prozent der Erststimmen. Katja Tavernaro (FDP) verbrachte den Wahlabend im liberalen Haus in Dresden, wo die Stimmung angesichts der Zugewinne der Partei auf Bundesebene besser gewesen sein dürfte. Wie Tavernaro (6,3 Prozent) hatte auch Gerd Lippold (Grüne) praktisch keine Aussichten auf ein Mandat für Berlin. Er erreichte 3,9 Prozent als Direktkandidat.

Ansonsten war der 24. September im Landkreis Leipzig ein typischer Wahlsonntag. Einer mit Wahlwetter – Nieselregen und ein grau verhangener Himmel machte dem Gang zur Urne jedenfalls wenig Konkurrenz. In den sozialen Netzwerken gaben die kommunalen Politiker bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr nochmal alles – Simone Luedtke (Die Linke), Oberbürgermeisterin der Kreisstadt motivierte mit einem Familienbild (inklusive Erstwählerin) zur Wahl. Auch Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) ging mit gutem Beispiel voran und gab ihre Stimme am Vormittag im Schkortitzer Wahllokal ab.

Von Thomas Lieb

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