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Wurzen Keine Langeweile im Brandiser „Mauerwerk“
Region Wurzen Keine Langeweile im Brandiser „Mauerwerk“
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14:54 26.02.2017
Daumen hoch fürs „Mauerwerk“: Lukas, Niclas und Manuel (v. l.) kommen nach dem Trägerwechsel noch lieber in den Brandiser Freizeittreff.
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Brandis

Ein Jahr ist es her, dass der zuvor vom Christlichen Verein Junger Menschen, kurz CVJM, getragene und im Brandiser CVJM-Domizil im Zeititzer Weg untergebrachte Freizeittreff nach nur kurzer Schließzeit unter neuer Trägerschaft und dem Namen „Mauerwerk“ wiedereröffnet wurde. Für Freizeittreff-Leiterin Julia Roth Grund genug, um mit ihrem Team am Sonnabend zu einem Tag der offenen Tür einzuladen.

Dabei wartete auf die Gäste ein abwechslungsreiches Programm, das vom Spenden-Flohmarkt über eine Bastelstrecke und Kinder-Schminken bis hin zu einem Quiz reichte. Angebote, die so breit gefächert waren wie es die Altersstruktur jener Kinder und Jugendlichen ist, die den Brandiser Freizeittreff der AWO Familienzentrum gGmbH mehr oder weniger regelmäßig besuchen.

„Grundsätzlich richten sich unsere Angebote an Sechs- bis 27-Jährige. Aktuell ist das Gros unserer Gäste zwischen elf und 20 Jahren alt“, berichtet Julia Roth. Zwar sei es gelungen, die meisten der früheren Treff-Besucher zu halten sowie neue zu gewinnen, Kinder im Grundschulalter allerdings seien unterdurchschnittlich vertreten. „Diese Zielgruppe wollen wir neben jungen Familien künftig stärker ansprechen“, so die studierte Sozialarbeiterin und -pädagogin, der Doreen Große als zweite festangestellte Mitarbeiterin zur Seit steht.

Dabei verschweigen die Beiden nicht, dass es durchaus eine Herausforderung sei, den Nachwuchs von Smartphone und PC loszueisen. „Bei einem Tanzworkshop in den Winterferien haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder immer noch begeistern lassen, so dass unsere künftige Maxime lauten wird, keine Langeweile bei unseren Angeboten aufkommen zu lassen“, so Roth.

Neben Doreen Große gehört noch Ehrenamtler Chris Espenhain zum Team. „Für mich ist die Tätigkeit im Freizeittreff zum einen ein willkommener Ausgleich zum Job, und zum anderen kann ich mich ganz praktisch einbringen, um beispielsweise Kindern den Umgang mit Werkzeugen zu vermitteln“, sagt der 28-Jährige, dem im „Mauerwerk“ oft Stammbesucher Niclas über den Weg läuft. Der 14-Jährige ging im Brandiser Freizeittreff bereits unter dem alten Träger ein und aus und sieht eine positive Entwicklung. „Klar gibt es auch jetzt immer mal wieder kleinere Auseinandersetzungen, aber Julia und Doreen machen ihren Job sehr gut, außerdem ist der Treff auch optisch aufgewertet worden“, so der Teenager, der im „Mauerwerk“ derzeit auch mit der 20-jährigen Jessica zu tun hat. Sie absolviert ein dreimonatiges Praktikum. „Meine Erwartungen an das, was mir in einem Freizeittreff begegnet, waren zugegebenermaßen nicht die allerhöchsten, aber ich bin positiv überrascht worden“, sagt die angehende Erzieherin, die aktuell in die Planungen weiterer Angebote für die Mauerwerk-Besucher eingebunden ist.

„Gemeinsam mit dem Hort wollen wir künftig Kindergeburtstage veranstalten, um auch auf diese Weise weiter für uns zu werben“, kündigt Freizeittreff-Leiterin Julia Roth an. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate spricht sie von einer sehr guten Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeitern an der Brandiser Oberschule und dem Gymnasium.

Von Roger Dietze

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