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Wurzen Keine Zuschüsse mehr für Macherner Park
Region Wurzen Keine Zuschüsse mehr für Macherner Park
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05:00 23.03.2011
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. „Ab 2012 gibt es für das gärtnerische Kleinod keinerlei Zuschüsse mehr", verdeutlichte Bürgermeister Frank Lange (CDU).

In den vergangenen Jahren flossen reichlich Mittel aus den Töpfen des Kulturraums Leipziger Raum, um den überregional bedeutsamen Landschaftspark zu erhalten. Doch die Geldquelle versiegt. Der Landesrechnungshof hatte bei Prüfungen moniert, dass Parkpflege nicht originäre Aufgabe des Kulturraums sei. (LVZ berichtete). Bereits in diesem Jahr erhält Machern nur noch die Hälfte der bisherigen Zuschüsse. „Und ab dem kommenden Jahr", sorgt sich Lange, „gibt es gar nichts mehr."

Jährlich rund 80 000 Euro kostet es, den vor über 200 Jahren von Reichsgraf Carl Heinrich August von Lindenau angelegten Landschaftspark zu pflegen. „In diesem Jahr greift uns der Kulturraum letztmalig mit rund 24 000 Euro unter die Arme", rechnet Lange vor. Den Rest finanziere die Kommune selbst. Wie ab dem kommenden Jahr die fehlende Kofinanzierung aufgefangen werden soll, sei derzeit völlig offen. Die Gemeinde habe keine Aussicht, neue Fördertöpfe anzuzapfen. „Es gibt in Sachsen kein Förderprogramm, das die kontinuierliche Pflege von kulturhistorisch wertvollen Gartenanlagen abdeckt", beklagt der Macherner Rathauschef. Dies sei bedauerlich, schließlich gelte es, neben den Leuchttürmen wie Schloss Pillnitz auch die vielen kleinen Parks und Gärten zu erhalten. „Gerade diese machen doch auch den Charme der sächsischen Kulturlandschaft aus", findet Lange.

Trotz der schwieriger werdenden Rahmenbedingungen sei es erklärtes Ziel des Gemeinderates, alles für eine kontinuierliche Pflege und Erhaltung der Gartenszenerien zwischen Schloss und Ritterburg zu tun. „Der Landschaftspark ist ein wichtiges Aushängeschild unserer Gemeinde. Er lockt Touristen und ist ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung." Seit der Wende seien erhebliche Mittel in die Wiederherstellung des Parkes, so wie ihn Gartenarchitekt Ephraim Wolfgang Glasewald einst schuf, geflossen. Verschiedene Parkszenen wurden nacheinander wieder zu neuem Leben erweckt – nicht zuletzt dank dem unermüdlichen Einsatz des Fördervereins.

Neben der ortsansässigen Firma Macherner Grünprofi GmbH hatten zuletzt Ein-Euro-Jobber die Anlagen mit in Schuss gehalten. „In diesem Jahr mussten wir dafür eine andere Lösung finden. Da vom BGA nur noch fünf Ein-Euro-Jobber in Aussicht gestellt wurden, fiel gemeinsam mit dem Förderverein die Entscheidung, die Arbeiten auszuschreiben." Zwei Firmen würden nunmehr die Leistungen der bisherigen MAE-Maßnahmen erledigen. Für die Zukunft sei geplant, alle Arbeiten in einen Pflegevertrag zu integrieren. Eine Ausschreibung müsse es 2013 geben.

Simone Prenzel

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