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Wurzen Kinder entwickeln Geschichten im Museum Wurzen
Region Wurzen Kinder entwickeln Geschichten im Museum Wurzen
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17:55 17.10.2016
Zusammen mit Veronika Sandra Hofmann-Trepák wird an den Geschichten gefeilt.
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Wurzen

Boxen gefüllt mit goldenen Betten, Drachen und Truhen, die kunstvoll ausgeschmückt sind – beim Gestalten der Museobilboxen haben die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Am Freitag wurden sie präsentiert und eine der von den Kindern geschriebenen Geschichten vorgelesen.

Die Boxen wurden nach einer Szene aus den Geschichten gestaltet. Eine Woche lang haben die Jungen und Mädchen zusammen mit den Museumspädagoginnen Sandra Hofmann-Trepák und Hjördis Baacke geheimnisvolle Orte in Wurzen besucht und Fotos davon gemacht, um Ideen für ihr Märchen und die Gestaltung des kleinen Kastens zu bekommen.

Zehn Kinder zwischen neun und zwölf Jahren streiften mit den beiden Pädagoginnen durch die Stadt auf der Suche nach einem guten Schauplatz für eine Geschichte. Zu diesen gehörte unter anderem das Schloss Wurzen, der Stadtpark und Stadtgraben sowie ein paar Ecken in der Altstadt. „Neben dem geheimnisvollen Ort haben sich die Kinder auch einen Gegenstand aus dem Museum ausgesucht und um diese beiden Sachen herum eine Geschichte entwickelt“, erklärte Hofmann-Trepák.

Damit die Kinder lernten, wie eine Geschichte aufgebaut wird und um ein wenig fachkundige Anleitung zu bekommen, haben die beiden Museumspädagoginnen für einen Tag den Schriftsteller Thomas Seifert aus Leipzig eingeladen. „Er hat den Kindern unter anderem erklärt, wie eine Idee entwickelt und wie in die Geschichte Logik hineingebracht wird“, sagt Hofmann-Trepák. Mit dieser Anleitung und den verschiedenen Orten und Gegenständen seien schließlich die Geschichten entstanden.

„Meine Geschichte heißt ’Das lila Monster und das Mädchen’ und sie spielt in der alten Teppichfabrik in Wurzen“, erzählte die 15-jährige Claudia Nieger. Michael Zerche hat sich stattdessen für einen verrußten Raum im Schloss Wurzen entschieden. Dieser hat mal gebrannt, wie sie bei der Führung durch das Schloss erfahren haben – statt einer gewöhnlichen Ursache sind in der Geschichte des 16-Jährigen Drachen dafür verantwortlich.

„Die Geschichten sind eine absolute Gemeinschaftsarbeit“, sagt Hofmann-Trepák.

Weil nicht jeder auf Anhieb einen Einfall hatte, haben die Kinder miteinander diskutiert, was sie für Ideen haben und wie sie diese am besten umsetzen könnten. „Jeder war in etwas besonders gut. Die Kinder haben sich gegenseitig geholfen und alle kamen am Ende zu ihrer Geschichte und der dazu gestalteten Box“, erzählte die Museumspädagogin.

Die Märchen werden in einem Buch gesammelt, zusammen mit den Fotos der Orte und Gegenstände. „Die Kinder können das Buch und ihre Box mit nach Hause nehmen“, sagte Hofmann-Trepák. Eine größere Auflage des Geschichtsbandes gebe es nicht, es werde nur für die Kinder gedruckt.

Von Andrea Schulze

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