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Kindertagespflege im Landkreis: 46 Anbieter bieten individuelle Alternative

Zahlen stabil Kindertagespflege im Landkreis: 46 Anbieter bieten individuelle Alternative

Rund 200 Jungen und Mädchen im Landkreis werden von Tagesmüttern und -vätern betreut. 46 Angebote derartige gibt es derzeit im Kreis. Die Zahl der Anbieter ist nach Aussagen des Jugendamtes stabil.

Kinderbetreuung bei der Tagesmutti Heike Pohl (hinten) in der Abteistrasse in Borna - Lotta, Emil, Julius spielt, Elisabeth, Bruno (v.v.l.).

Quelle: Jens Paul Taubert

Landkreis Leipzig. Es ist eine Alternative: die Betreuung von Kinder bis zu drei Jahren bei Tagesmüttern. 46 Angebote derartige gibt es derzeit im Landkreis. „Die Zahlen sind seit etwa zehn Jahren stabil“, sagt Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert. Besonders groß ist die Zahl der Kindertagespflegeangebote in Markkleeberg. Dort finden sich immerhin zehn Leute, die Mädchen und Jungen bis zum Kindergartenalter betreuen. Der Grund: „Dort reichten seinerzeit die Plätze in den Kinderkrippen nicht aus“, so die Jugendamtsleiterin.

Dabei sei die Kindertagespflege keineswegs als Konkurrenz zu Kinderkrippen zu verstehen. Bei den insgesamt 46 Anbietern im Landkreis Leipzig, unter denen auch drei Tagesväter sind, könnten bei einem Schlüssel von maximal fünf Kinder pro Tagespflege etwa 200 Mädchen und Jungen betreut werden. Ein individuelles Angebot, in dem die Kinder „in einem kleinen behüteten Rahmen“ betreut werden, wie Annett Pöhnert, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten und Kindertagespflege im Landratsamt, sagt. Die Kindertagespflege gilt dem sächsischen Kindertagesstättengesetz zufolge als gleichwertige Betreuungsalternative.

Wer sie anbieten will, muss allerdings einige Voraussetzungen erfüllen, macht Fachbereichsleiterin Pöhnert klar. Neben der persönlichen und der gesundheitliche Eignung müssten geeignete Räumlichkeiten vorhanden sein, wobei es sekundär ist, ob es sich dabei um Platz in der eigenen Wohnung oder um separate Räume handelt. Die Mehrzahl der Tagesmütter-/väter nutze aber die eigene Wohnung. Zu denen, die in diesen besonderen Beruf gewechselt sind, gehören keineswegs nur ausgebildete Erzieherinnen. Annett Pöhnert: „Wir haben aber auch Krankenschwestern oder Leute, die im Büro gearbeitet haben.“ Selbst ein ehemaliger Tischler ist jetzt in der Kindertagespflege. Wer sich auf diese Weise selbstständig machen will, muss zudem eine Schulung absolvieren.

Jugendamtsleiterin Lüpfert warnt: „Das ist kein leicht verdientes Geld.“ Finanziert werden die Kindertagespflegeanbieter durch Zuschüsse von den Kommunen und die Erstattung von Versicherungen. Eltern zahlen wie auch in einer Krippe den ganz normalen Elternbeitrag wie alle anderen Mütter und Väter in ihrer Kommune auch.

Die Zahl der Kindertagespflegeangebote im Landkreis ist unterschiedlich. So gibt es in Markranstädt fünf Anbieter und in Borna vier. In Geithain und Thallwitz findet sich dagegen jeweils nur ein Anbieter. Der Bedarf habe sich mittlerweile eingependelt, sagt die Jugendamtsleiterin. Dass er einstmals so groß war wie es die Zahl der Anbieter in Markkleeberg heute noch nachvollziehbar macht, liege aber auch an eine speziellen Mentalität vieler Mütter in den neuen Bundesländern, sagt Ines Lüpfert. „Die wollen nach der Geburt oft recht schnell wieder arbeiten gehen.“ Andererseits hätten Kinderkrippen im Osten von je her eine andere Lobby als im Westen. Heißt: Wer sein Kind beizeiten dorthin brachte oder bringt, war nicht unbedingt einem vergleichbaren Rechtfertigungszwang ausgesetzt wie vielleicht in Oberbayern.

Von Nikos Natsidis

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