Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Kita Deuben bekommt zweite Etage
Region Wurzen Kita Deuben bekommt zweite Etage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 27.07.2018
Kita Deuben: So soll die Kita nach dem Umbau aussehen. Haus 2 (l.) wird aufgestockt, der über Treppe und eine Rampe erreichbare Haupteingang ins Eck von Haus 1 und 2 verlegt. Quelle: IB Kewitz
Anzeige
Bennewitz

Etappenziel in Sicht: Im Oktober sollen das Haus 1 und der neue Verbindungsbau zum Haus 2 der Kindertagesstätte in Deuben feierlich eingeweiht werden. Die seit Herbst 2017 andauernden Um- und Ausbauarbeiten werden über das Bundesprogramm „Brücken in die Zukunft“ gefördert. Am Haus 2 werden die Arbeiten allerdings noch eine Zeit in Anspruch nehmen. Durch zahlreiche Zuzüge in die Gemeinde hatte sich nach Baubeginn ein Anstieg der Kinderzahlen abgezeichnet. Gemeindeverwaltung und -rat fassten deshalb eine Aufstockung von Haus 2 ins Auge. Realisierung: 2019. Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) und das Wurzener Ingenieurbüro Andreas Kewitz stellten die mit Kita-Leiterin Janine Grosche abgestimmte Vorzugsvariante jetzt im Rat vor.

Farbkleckse an der Fassade

Äußerlich wird sich der L-förmige Bau in Beige- und Terrakottatönen präsentieren. „Farbkleckse“ an der Fassade, eine Idee der Eltern, illustrieren den Namen der Einrichtung – „Kunterbunt“. Der Haupteingang wird in den Zwischenbau verlegt und ist über Stufen sowie – behindertengerecht – eine Rampe erreichbar. Haus 1 bietet über zwei Etagen künftig Platz für sieben Gruppenräume und Therapieraum, der Zwischenbau im Erdgeschoss für Foyer, Küche und Leiterzimmer. Im Haus zwei soll das Erdgeschoss in zwei Gruppen- und drei Schlafräume und – neu – ein Elternzimmer aufgeteilt werden. Darüber erschließt ein bis in den Zwischenbau reichender Flur drei Gruppenzimmer, einen Bewegungs- und einen Erzieherraum. Als zweiter Rettungsweg ist eine Nottreppe vorgesehen. Mehrere Sanitärräume und Garderoben in beiden Häusern ergänzen das Raumkonzept.

Hochwasserschutz berücksichtigt

Das besonders im Fokus stehende Obergeschoss sei „stimmig“, befand Peter Lipinski (Linke). Trotzdem blieben Fragen nicht aus. Fraktionskollegin Ulrike Böhme interessierte, ob dem Hochwasserschutz des 2002 von der Mulde in Mitleidenschaft gezogenen Hauses Rechnung getragen wird, auch wenn der neue Deich schon Schutz verspricht. „Wir behelfen uns mit Rinnen, angeschlossen an ein Pumpensystem“, erklärte Dirk Reiter vom Ingenieurbüro. Im Keller könne bei Bedarf ein Schott aufgebaut werden.

Diskussion um Keller

Die Diskussion entspann sich vor allem um das Kellergeschoss. Das soll vorerst noch nicht genutzt werden. „Die jetzt entstehenden Räume reichen für 214 Kinder aus“, erklärte der Bürgermeister. Für Siegfried Pohl (CDU) ein Widerspruch: „Wir setzen eine Etage drauf, weil Platz fehlt, und den Keller nutzen wir nicht.“ Allerdings räumte er ein, dass dieser Keller wegen Nässe in naher Zukunft kaum nutzbar sei. Die Frage war, inwieweit er trotzdem schon für eine spätere Nutzung vorbereitet werden soll.

Einigkeit bestand hinsichtlich der Isolierung, um wiederholte Erdarbeiten zu vermeiden. Die Idee, auf der Südseite jetzt schon größere Fenster einzusetzen, fiel mit einer knappen Mehrheit von sechs zu fünf durch. Das zu tun, solange die Nutzung nicht feststehe, sei „Quatsch“, meinte Dirk Albrecht (Linke). Und dieser werden wohl Grenzen gesetzt sein. „Für die Nutzung durch Kinder müssen gewisse Raumhöhen eingehalten werden“, gab Kewitz zu bedenken. „Der Bestand gibt nicht her, was die DIN fordert.“ – Bedenken, die Pohl mit trug. „Bei 25 Zentimeter Bodenaufbau ist der Keller dann nur noch von der Krabbelgruppe nutzbar“, scherzte er. Laqua ging mit Lipinskis Vorschlag mit, mit der Kita-Leiterin zu überlegen, wofür der Keller gut sein könnte. Allerdings will er keinen Zeitverzug zulassen. Denn Ziel ist, das hatte er der Diskussion vorangestellt, „den Planern so schnell wie möglich das Signal zu geben, die Umbaupläne zur Genehmigungsreife zu bringen“.

Derweil wird im Haus 1 und im Zwischenbau weiter emsig gebaut. Mitte August werden bereits die Möbel geliefert. Für den Erwerb eines Spülautomaten gab der Gemeinderat weitere 15 300 Euro frei. Bereits zwischen den letzten beiden Sitzungen hatte er auf kurzem Dienstweg 43 200 Euro für Bodenlegearbeiten genehmigt, 29 200 Euro für Brandschutzelemente, 77 800 Euro für Maler- und 40 000 Euro für Fliesenlegerarbeiten.

Von Ines Alekowa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Verstärkt versuchen falsche Polizisten und Firmenvertreter, sich Zugang zu Wohnungen von Senioren in Naunhof und Umgebung zu verschaffen. Über diese Maschen klärte eine Kriminalbeamtin jetzt auf.

24.07.2018

Der Lauf ist offizieller Bestandteil des Wurzener Ringelnatzsommers. Ob 200 Meter oder zehn Kilometer, ob jung oder alt, ob Jogger oder Walker – das Event richtet sich beileibe nicht nur an Profis.

27.07.2018

Die anhaltende Trockenheit hat nicht nur die Erträge verdorben. Auch die Ernte des notreifen Getreides wird zur Herausforderung. Aus Angst vor Flächenbränden postieren die Landwirte im Muldental sowie zwischen Borna und Geithain Wasserwagen am Feldrand.

26.07.2018
Anzeige