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Wurzen Klärwerk Kühren erhält Ersatzneubau und Nitzschka ein neues Abwassernetz
Region Wurzen Klärwerk Kühren erhält Ersatzneubau und Nitzschka ein neues Abwassernetz
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14:37 23.02.2018
Mit dem Ende der Arbeiten in Burkartshain - voraussichtlich im Mai - sind dann 80 Prozent der Einwohner des Ortes ans Abwassernetz angeschlossen. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Wurzen

Wer binnen eines Jahrzehnts siebeneinhalb Millionen Euro in der Erde versenkt, muss gute Gründe dafür haben. Denn genau diese Summe investierte der Abwasserzweckverband (AZV) Muldenaue, um seit 2008 bis jetzt die Ortsteile der Stadt Wurzen ans Netz zu koppeln – „bis auf 50 Grundstücke, deren Anschluss sich nicht rechnet“. Damals verabschiedete der Stadtrat ein Abwasserbeseitigungskonzept, dessen Umsetzung René Rätze, Betriebsleiter des AZV, von Beginn an begleitete.

„Los ging es mit Kornhain, dann folgten Streuben, Wäldgen, Pyrna, Mühlbach, Oelschütz, Dehnitz, Nepperwitz und Trebelshain.“ Seit Juni des Vorjahres wühlen in Burkartshain die Bagger und graben Schächte auf einer Länge von 3000 Meter, in die dann Steinzeug- oder Kunststoffrohre verlegt werden. Bislang, so Rätze, leiteten hier lediglich 20 Prozent der Häuser das Schmutzwasser in die Kanalisation. Mit dem Ende der Arbeiten – voraussichtlich im Mai – erhöht sich die Quote auf 80 Prozent. „Insgesamt erhalten 315 Einwohner einen Anschluss bis zur privaten Grundstücksgrenze. „Derzeit bereiten wir Schreiben vor, in denen die Eigentümer aufgefordert werden, innerhalb der Frist eines halben Jahres die entsprechende Anbindung vorzunehmen.“ Keinesfalls unerwähnt lassen, möchte der 54-jährige Diplomingenieur verschiedene Kooperationsprojekte, an denen sich der AZV überdies beteiligte, wie die Erneuerung der Karl-Marx- und Franz-Mehring-Straße oder die Sanierung der Altstadtgassen in Wurzen.

Mit dem Ende der Arbeiten in Burkartshain - voraussichtlich im Mai - sind dann 80 Prozent der Einwohner des Ortes ans Abwassernetz angeschlossen. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Auch 2018 warten auf den AZV neue Vorhaben. Erst kürzlich erhielt Rätze nämlich die wasserrechtliche Genehmigung für den Bau eines Ortsnetzes mit Kläranlage in Nitzschka und kann jetzt endlich loslegen. Immerhin ist die Planung von 1999 bald zwanzig Jahre alt. „Unser Problem vor Ort war die Suche nach einem geeigneten Standort für die Kläranlage.“

Zum aktuellen Programm zählt ferner Kühren. Am Bäckenberg geht es weiter mit dem Verlegen von 275 Meter Schmutzwasserleitungen, und die Kläranlage Kühren bekommt einen Ersatzneubau, da die 1996 errichtete Technik verschlissen ist, sowie ein sogenanntes Regenüberlauf-Bauwerk – geschätzte Kosten 1,7 Millionen Euro. Darüber hinaus muss der AZV voraussichtlich ab 2019 für den B 6-Ausbau der Ortsdurchfahrt in Kühren Gewehr bei Fuß stehen. „Bei Voruntersuchungen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr wurden in den Kreuzungsbereichen Alte Bahnhofstraße und Schulstraße stellenweise defekte Kanäle entdeckt, die wir natürlich im Vorfeld ersetzen.“

Zuletzt erwähnt Rätze noch den Ersatzneubau der Kanalisation in Bennewitz für 1,6 Millionen Euro und über den Zeitraum von 2018 bis 2022. Wie berichtet, startet die erste Etappe in der Dorfstraße ab Klärwerk und zieht sich danach rechts und links der Leipziger Straße fort.

Die Stadt Wurzen und die Gemeinde Bennewitz gründeten zum 1. Januar 2014 den AZV Muldenaue. Das Verbandsgebiet umfasst eine Fläche von 11 500 Hektar mit circa 22 000 Einwohnern. Insgesamt werden 5500 Kunden in Wurzen und rund 1500 in Bennewitz betreut. Betriebsleiter ist René Rätze, ehemaliger Chef des Eigenbetriebes Abwasserversorgung Wurzen. Das Amt des Verbandsvorsitzenden hat der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) inne. Der AZV verfügt über mehrere Kläranlagen, die größte mit einer Kapazität von 24 000 Einwohnerwerten steht im Trauschkenweg – nach Neubau für über acht Millionen Euro am 14. September 2005 eingeweiht.

Von Kai-Uwe Brandt

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