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Wurzen Klarer Sieg für Team Blau in Borsdorf
Region Wurzen Klarer Sieg für Team Blau in Borsdorf
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14:17 22.07.2018
Kurze Einweisung vor dem Spielbeginn und ein Gruppenfoto: . Quelle: Bert Endruszeit
Borsdorf

Aller guten Dinge sind drei – das dachten sich auch die Bewohner und Mitarbeiter des Borsdorfer Diakonissenhauses und luden am Freitag zum dritten Fußballturnier ein. Im Diakonissenhaus leben knapp 132 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 86 Jahren in insgesamt acht Wohngruppen.

Mehrere Einrichtungen der Diakonie beteiligt

Die Einrichtung versteht sich als Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen, dort gibt es auch zwei Wohngruppen speziell für Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen. „Heute sind Gäste aus drei diakonischen Einrichtungen aus Leipzig und Umgebung bei uns zu Gast“, sagte Wohngruppenleiter Martin Reinhardt. Bei den ersten beiden Turnieren habe man aus jeder Wohnstätte eine eigene Mannschaft gebildet, doch die „gemischte Variante“ habe sich als besser erwiesen.

Und so wurde am Freitag vor dem Spielbeginn erst einmal gelost. Im Handumdrehen bildeten sich die Teams Gelb, Orange, Rot und Blau. Auf die Auslobung des bisher vergebenen Wanderpokals habe man verzichtet, da ja nicht jede Einrichtung eine eigene Mannschaft stellen konnte. „Uns geht es heute einfach darum, gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen“, betonte Lukas Pfennig, Mitarbeiter der Wohngruppe fünf.

Momentaufnahme vom Spiel Gelb gegen Orange. Quelle: Bert Endruszeit

Fußballspielen ziehe immer, auch wenn die Temperaturen am Turniertag wirklich schon tropisch genannt werden konnten. Doch bei einer Spielzeit von zweimal fünf Minuten musste sich niemand mehr als nötig verausgaben. Trotzdem zeigten alle Spielerinnen und Spieler großen Einsatz – um den Turniersieg wurde erbittert gerungen. Den Wettkampf entschied schließlich das Team Blau klar für sich, vor Orange, Rot und Gelb.

Neue Sportgruppe im Aufbau

Sport soll im Borsdorfer Diakonissenhaus keine Eintagsfliege bleiben. „Eine eigene Sportgruppe ist schon in der Planung“, verriet Martin Reinhardt. Dabei muss es nicht unbedingt um Fußball gehen. Laufen, Wandern, Federball oder Schwimmen seien mögliche Angebote. Denkbar seien auch Sportangebote für Rollstuhlfahrer. „Es gibt bei uns einen harten Kern von Interessenten. Nicht das Können ist entscheidend, sondern der Spaß.“

„Eine Fortsetzung des Fußballturniers wird es ganz sicher geben“, so Katharina Winter, Leiterin des Diakonissenhauses. „Ich bin stolz darauf, dass unsere Mitarbeiter diese Veranstaltung so gut unterstützen.“ Unter den Helfern war auch Roberto Hecht.

Der junge Mann kam vor drei Jahren im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in die Einrichtung. „Eigentlich wollte ich Tischler werden, doch die Arbeit mit Menschen liegt mir einfach mehr als die mit Holz“, verriet er. „Menschen geben einem sofort Feedback, Holz ja nicht.“ Und so gehört er mittlerweile zu den Mitarbeitern der Borsdorfer Einrichtung, er arbeitet dort als Betreuungshelfer. „Für mich war das damals der ideale Einstieg in den Beruf“, sagte er. „Das FSJ tut beiden Seiten gut, den Mitarbeitern und den Bewohnern“, findet Katharina Winter.

Von Bert Endruszeit

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