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Wurzen Klassentreffen nach 60 Jahren
Region Wurzen Klassentreffen nach 60 Jahren
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04:00 26.04.2010
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. Das ist mittlerweile sechs Jahrzehnte her. Doch die Absolventen des letzten Jahrgangs der Höheren Handelsschule haben sich immer noch genug zu erzählen.

Sie sind auch nach Ende der Schulzeit ein angespieltes Team, die Frauen und Männer - mittlerweile 77 Jahre jung - die bis 1950 in der Höheren Handelsschule (heute Diesterweggrundschule) gemeinsam die Schulbank drückten. Mit Rolf Petersohn aus Nemt haben sie einen in ihren Reihen, der die organisatorischen Fäden in seinen Händen hält und damit stets dafür sorgt, dass ein Klassentreffen mehr ist, als ein bloßes Wiedersehen.

Die beiden letzten Treffen hatten direkt in Wurzen stattgefunden. Beim letzten Mal, vor drei Jahren, hatten die Frauen und Männer dem einstigen Schulhaus einen Besuch abgestattet und als Brücke zwischen den Generationen eine Eiche auf das Schulgelände in der Eduard-Schulze-Straße gepflanzt. Diesmal peilten die Absolventen Dehnitz an. Im Fährhaus fand sich das geeignete Plätzchen zum Klönen. Denn auch wenn die rüstigen Senioren durch die zahlreichen Treffen recht gut darüber Bescheid wissen, wie es dem ehemaligen Banknachbarn ergeht, gibt es immer viel zu erzählen. Da werden Erinnerungen geweckt, an die Zeit, in der der Physikraum der Schule einem Hörsaal glich. Da wird erinnert an Prüfungen und das Jahr, als die Handelsschule aufgelöst wurde. „Die Schule wurde der Berufsschule angeliedert. Unsere Abschlusszeugnis aber haben wir noch als Absolventen der Handelsschule bekommen", erzählte Annemarie Meer, die vom bayerischen Ammersee angereist war.

Es sei durchaus ein ausgewähltes Grüppchen an Schülern gewesen, räumen Absolventen ein. „Wer dorthin wollte, musste eine Aufnahmeprüfung bestehen", sagte Rolf Petersohn. Er und ein Freund seien damals vom Nemter Kantor, der gleichzeitig Lehrer war, getriezt worden.

Genutzt haben die Frauen und Männer die Wurzener Lehrjahre offensichtlich optimal. Mancher hat nach der Schulentlassung sein Abi gemacht und studiert. Walter Starke zum Beispiel, der heute in Meißen lebt, arbeitete als Ingenieur. Ein anderer erzählt, er sei von Wurzen nach Berlin und später nach Neustrelitz gegangen und habe dort bis 1990 als Tierarzt gewirkt. Wieder andere wurden Kaufleute oder auch Fleischermeister. Allen Frauen und Männern der Runde gemein ist, dass sie immer noch interessiert sind an allem was passiert, immer noch Humor haben und es nicht verlernt haben, sich wie einst in der Schule auf die Schippe zu nehmen. So wurde in Dehnitz viel gescherzt und gelacht, wurde diskutiert über damals und heute. Es wurden Sonnenschein und die Schifffahrt auf der Mulde genossen und bereits Pläne für das nächste Treffen geschmiedet.

Conny Hanspach

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