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Wurzen „Klein Venedig“ hat ein Vorzeigeprojekt in Sachen Hochwasserschutz
Region Wurzen „Klein Venedig“ hat ein Vorzeigeprojekt in Sachen Hochwasserschutz
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00:19 15.07.2017
Unternehmen Schicketanz GbR: Die Kommission besucht die Direktvermarktung und Erzeugung Von Bernd und Jörg Schicketanz. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Fremdiswalde

Der Dorf- und Heimatverein Fremdiswalde zieht die Stricke im Grimmaer Ortsteil Fremdiswalde. Die Vereinsvorsitzende Jana Mundus war es auch, die „Klein Venedig“, wie der Ort genannt wird, für den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ anmeldete. „Fremdiswalde nahm bereits 2014 am Wettbewerb teil. Damals steckte das Dorfgemeinschaftshaus noch in den Kinderschuhen“, zeigt sich Gesine Sommer, Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung im Landratsamt sichtlich erfreut. „Unser Verein nahm 5000 Euro in die Hand, um die Räumlichkeiten zu sanieren“, so Jana Mundus. Ein Arzt, die UWV und der Heimatverein haben ihren Sitz. „Angedacht ist, dass auch der Jugendclub einen Raum erhält“, erklärt Ute Kniesche von der Unabhängigen Wählervereinigung in Grimma und Stadträtin, die gleichzeitig auf die Fotoausstellung, die Heimatstube und die Chronik im Dorfgemeinschaftshaus verwies. Die fünfköpfige Jury besichtigte unter anderem die integrative Kindertagesstätte, die Bäckerei Schaaf und die Schicketanz GbR. An allen Stationen wurde sichtbar, dass in Fremdiswalde nicht jeder für sich lebt, sondern gemeinsam etwas auf die Beine gestellt wird. So sind von den 400 Einwohnern 63 Mitglied im Heimatverein. Doch auch ein Faschingsclub, die Laienspielgruppe, die Alttechnikfreunde und der Sportverein, die Feuerwehr und die Kirchgemeinde sorgen für ein aktives soziales und kulturelles sowie sportliches Angebot. „Wir haben viele Nachfragen von jungen Leuten, die hier bauen wollen“, erzählt Jana Mundus. Dabei verrät sie das Geheimrezept: „Unsere Vereine leisten eine sehr gute Nachwuchsarbeit“, und zeigt auf den Zaun des Spielplatzes im Dorf, den die „Fremdiswalder Frischlinge“, eine gesonderte Gruppe von Kindern bis 14 Jahren des Heimatvereins, gestaltet haben. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) verwies auf noch eine Besonderheit in Fremdiswalde: „Gegenwärtig erfolgen Maßnahmen zum Hochwasserschutz an der Launzige, die gleichzeitig eine Aufwertung der Gewässerökologie bewirken“. Das ist umso wichtiger, da Fremdiswalde sich fast fünf Kilometer entlang des Bachlaufes mit unzähligen kleinen Brücken zieht. Damit gehört „Klein Venedig“ oder das „Dorf ohne Ende“ zu den längsten Dörfern Sachsens.

Die LVZ und der Landkreis Leipzig küren im Rahmen des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ab diesem Jahr die schönsten Orte in der Region. Aus den Bewerbern werden drei Gewinner-Orte prämiert, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen - sei es die agile Dorfgemeinschaft, die jedes Jahr kulturell was auf die Beine stellt, der rührige Verein, der sich für die Pflege historischer Gebäude einsetzt oder Heimatverbundenheit in anderer Form hochgehalten wird. Zehn Dörfer des Landkreises Leipzig werden derzeit von der Bewertungskommission besucht - wir stellen alle Orte vor.

Liebevoll auch „Klein Venedig“ genannt, bewirbt sich das fast fünf Kilometer lange Dorf für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die fünfköpfige Kommission traf sich am Dorfgemeinschaftshaus Fremdiswalde. Sie besuchte unter anderem die Bäckerei Schaaf, die Freiwillige Feuerwehr, die Schicketanz GbR und die Kindertagesstätte.

Von Cornelia Braun

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