Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Klimaschutzkonferenz im Klassenzimmer
Region Wurzen Klimaschutzkonferenz im Klassenzimmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:52 27.04.2018
Gesprächsrunde mit Grundschülern: Dafür hat Referentin Isabel Bätzold (r.) Projektmaskottchen Kuno den Eisbären und technische Modelle mitgebracht. Quelle: Frank Schmidt
Thallwitz/Lossatal/Bennewitz

Das Umwelt- und Klimabewusstsein war Thema auf Kinder-Klimaschutzkonferenzen, an denen Viertklässler der Grundschulen in Thallwitz und Bennewitz sowie Fünftklässler der Oberschule Lossatal in Falkenhain teilnahmen. Tagungsorte waren jeweils die Klassenzimmer der Mädchen und Jungen. Und mit Mona Dellbrügge und Isabel Bätzold hatten sie zwei Referenten von der Hochschule Trier zu Besuch. Eingeladen hat der Geopark Porphyrland als eines von bundesweit zwölf Großschutzgebieten, mit denen etwa zehn Prozent der Gesamtfläche in Deutschland reflektiert und repräsentiert werden. Gemeinsam wird damit die Projektkulisse für „Zenapa“ (Zero Emmission Nature Protection Areas) gebildet, die frei übersetzt für Null-Emissionen in Naturschutzgebieten steht.

Klimaschutz ist mit anderen Fächern kombinierbar

Das Konferenzziel war, so Lutz Simmler vom Geopark Porphyrland, „die Sensibilisierung der Kinder für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen“. Doch wie bringt man dieses global schwierige Thema auch kindgemäß rüber? Gleichwohl es inhaltlich mit vielen anderen Unterrichtsfächern kombinierbar sei, wie Dellbrügge über den Projekttag hinaus empfahl. Der Klassiker hierfür sei der Sachkundeunterricht. Aber auch in Mathe könne das Klimathema eine Rolle spielen, etwa bei der Berechnung des Stromverbrauches. Für ihren Vortrag aber bedienten sich die Referenten des Projektmaskottchens Kuno, der Eisbär. Der durfte auch gekuschelt werden – hauptsächlich aber nutzten die Experten die natürliche Neugier der Kinder aus, um ihnen die Probleme des Klimawandels zu verdeutlichen, die damit verbundenen Herausforderungen zu erläutern und anhand alltagstauglicher Verhaltensweisen Lösungsansätze aufzuzeigen.

Kinder sind gute Multiplikatoren

„Wir sind wirklich erfreut, wie groß die Allgemeinbildung in Sachen Klima ist. Da wissen die Kinder schon vom abschmelzenden Nordpol oder von Umweltbelastungen durch Autoabgase. Das zeigt deutlich: Das Thema ist bei ihnen schon angekommen“, sagte Dellbrügge.

Macht es Sinn, Kinder mit Problemen zu konfrontieren, die Erwachsene offenkundig nicht in den Griff bekommen? „Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, junge Menschen schon früh zu sensibilisieren. Außerdem sind Kinder sehr gute Multiplikatoren, um das Erlernte zu transportieren, etwa ins Elternhaus“, so Dellbrügge. „Dazu gehört eben auch“, so hakte der Thallwitzer Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) ein, „den Kindern mal zu erklären, dass ihre Schule mit Wärme aus einer Biogasanlage versorgt wird, oder welche Klimaziele wir mit den Wurzener Landwerken verfolgen.“

Mutter Erde in der Zwangsjacke: Gespielt von Clara Witter (m.). Die Viertklässlerin bekommt für jede technische Erfindung, die mit Umweltbelastungen verbunden ist, eine Jacke übergezogen. Quelle: Frank Schmidt

Die Kinder-Klimaschutzkonferenz wird durch verschiedene experimentelle Elemente spannend gestaltet. Für so ein Experiment stellte sich in Thallwitz Clara Witter als Mutter Erde zur Verfügung. Und für jeden technischen

Auch an der Grundschule in Bennewitz stand das Thema Klimaschutz im Mittelpunkt. Landrat Henry Graichen, Gerhard Gey als Vorsitzender des Trägervereins Geopark Porpyhrland und der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua beim Besuch der Aktion. Weitere Klimaschutzkonferenzen an Schulen im Geopark sind geplant. Quelle: Geopark

Fortschritt, den die Menschheit erfunden hat, der aber in den meisten Fällen zu Umweltbelastung auf dem Globus führte – Kraftwerke, Auto- oder Flugverkehr – bekam Clara von ihren Klassenkameraden eine Jacke übergezogen. Das Mädchen, respektive Mutter Erde, steckte am Ende in der Zwangsjacke.

Von Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weil er beim Abbiegen auf die B6 einen Lkw übersehen hatte, ist ein Ford-Fahrer schwer verletzt worden. In Höhe der Aral-Tankstelle erfasste der Transporter den Pkw seitlich.

27.04.2018

Jetzt hat auch Bennewitz einen Heimatverein. Dieser hat sich auf die Fahne geschrieben, das Dorfleben anzukurbeln. Am 30. April findet seine erste Aktion statt: ein Frühjahrsputz.

29.04.2018

Eine gerichtliche Auseinandersetzung liefert sich die Gemeinde Machern mit der Firma Macherner Grünprofi GmbH. Dabei geht es um eine Schadenersatzforderung der Kommune bezüglich einer Dieselspur. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe und ist jetzt vors Landgericht gezogen.

26.04.2018