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Wurzen Knappe Entscheidung in Borsdorf: Ludwig Martin bleibt Ortschef
Region Wurzen Knappe Entscheidung in Borsdorf: Ludwig Martin bleibt Ortschef
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16:36 19.05.2015
Spannende Wahl: Karsten Fuhrig beglückwünscht Ludwig Martin (r.). Quelle: Klaus Peschel

Sein parteiloser Herausforderer Karsten Fuhrig landete bei 46,5 Prozent. Die Kontrahenten trennten am Ende nur 238 Stimmen.

Ein knapper Ausgang war in der 8200-Einwohner-Kommune erwartet worden. Dass sich das langjährige Gemeindeoberhaupt aber einen so deutlichen Denkzettel einfängt, verwunderte am gestrigen Wahlabend selbst seine Unterstützer. "Ich hatte mit einem knappen Ergebnis gerechnet", gestand der CDU-Amtsinhaber in einer ersten Reaktion. "Dass es so eng werden würde, hat mich allerdings doch überrascht." Seinem Herausforderer attestierte Martin einen engagierten Wahlkampf. Der Panitzscher habe viele Gebiete besetzt. "Ich bin mir außerdem bewusst, dass es viele Reizthemen gab, die mich Stimmen gekostet haben, so die Zusammenlegung der Grundschulen oder die Auseinandersetzung in Sachen Feuerwehr."

Der 61-Jährige hatte den Eingang der Zahlen aus den Wahllokalen mit wachsender Anspannung im Ratssaal verfolgt. Hier wurden die Ergebnisse öffentlich auf einer großen Leinwand präsentiert. Nervenkitzel war bis zuletzt angesagt. Erst gegen 18.50 Uhr, als mit der Borsdorfer Schule das letzte und größte Wahllokal der Kommune sein Ergebnis meldete, konnte der Ortschef aufatmen. Martin regiert die Parthe-Kommune seit 1999. Beim Urnengang vor sieben Jahren hatte er noch einen furiosen 85-Prozent-Sieg eingefahren.

Herausforderer Karsten Fuhrig wertete sein Abschneiden durchaus als Achtungszeichen: "Die Zahlen zeigen, dass wir mit unserem Slogan ,Borsdorf braucht Veränderung' nicht ganz falsch gelegen haben." Der selbstständige Handwerksmeister, der seit Jahren für die Freie Panitzscher Wählergemeinschaft im Gemeinderat sitzt, hatte sich nach eigenem Bekunden den Sieg durchaus zugetraut. "Aber für mich geht jetzt nicht die Welt unter", meinte der 50-Jährige am gestrigen Abend. "Mit einer höheren Beteiligung wäre eine Ablösung des Amtsinhabers vielleicht wirklich zu schaffen gewesen."

Die Wahlbeteiligung lag laut Thomas Schilling, stellvertretender Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, bei 51,4 Prozent. Dass nur jeder zweite Bürger sein Recht wahrnahm, über die künftige Ausrichtung der Gemeinde zu entscheiden, wurde sowohl im Lager des Gewinners als auch seines Herausforderers bedauert. "Es liegt sicher auch daran, dass wir die Diskussion um die Wahlabsage führen mussten", vermutete CDU-Ortsvorsitzender Rolf Rau, der zu den ersten Gratulanten von Ludwig Martin gehörte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2013

Simone Prenzel

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