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Wurzen Trägerschaft der Sparkasse Leipzig wird neu geordnet
Region Wurzen Trägerschaft der Sparkasse Leipzig wird neu geordnet
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00:23 15.05.2018
Die Trägerstruktur der Sparkasse Leipzig soll neu geordnet werden. Quelle: Foto: dpa
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Landkreis Leipzig

Eine neue Struktur ist im Bereich der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig vorgesehen. Wie Landrat Henry Graichen (CDU) ankündigt, soll der Kreistag schon auf seiner nächsten Zusammenkunft am 6. Juni über die Auflösung des Sparkassenzweckverbandes beraten und diese beschließen. Damit würden die Gebietskörperschaften wieder direkter Träger.

Zweckverband ermöglicht Austritt aus Finanzgruppe

Wie ist die Stadt- und Kreissparkasse Leipziger derzeit organisiert? Träger sind der Sparkassenzweckverband mit seinen Mitgliedern Stadt und Landkreis Leipzig sowie der Landkreis Nordsachsen. Organe sind der Verwaltungsrat sowie der Vorstand. Der Zweckverband hatte unter anderem die Aufgabe, den Austritt der Sparkasse Leipzig aus der Sachsen-Finanzgruppe (SFG) zu ermöglichen. „Um damals die Folgen des Austritts zu finanzieren, musste ein Darlehen aufgenommen werden“, erläutert Graichen.

Da die kommunalen Akteure diese Aufgabe nicht schultern konnte, sei der Zweckverband beauftragt worden, einen Kredit über 13 Millionen Euro aufzunehmen „Inzwischen ist dieses Darlehen mit Ausschüttungen der Sparkasse abbezahlt, womit sich auch die Aufgabe des Zweckverbandes erledigt hat.“ Im Mai werde die letzte Rate fällig, so dass eine Auflösung des Verbandes zum 31. August 2018 geplant sei. Die Zustimmung aller nötigen Gremien vorausgesetzt.

Ursprünglich war die Sachsen-Finanzgruppe als Zusammenschluss von kommunalen Sparkassen und der Sachsen LB gegründet worden, um mit dem gemeinsamen Kapital höhere Gewinne zu erwirtschaften. Der Plan scheiterte bekanntlich. Gewagte Finanzspekulationen brachten die Sachsen-LB dermaßen in Schieflage, dass nur ein Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg Schlimmeres verhinderte. Im Zuge dessen holten sich auch etliche Landkreise „ihre“ Sparkassen zurück.

Neue und effizientere Strukturen geplant

Ende 2012 hatten die Kreistage der beiden beteiligten Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie der Leipziger Stadtrat für die Rückführung der Sparkasse Leipzig aus der Sachsen-Finanzgruppe gestimmt. Schon damals sah ein Fahrplan vor, dass der Zweckverband nur vorübergehend bestehen soll. Bis die Stadt Leipzig sowie die beiden Landkreise Leipzig und Nordsachsen wieder direkter Träger der Sparkasse werden. „Dieser Zeitpunkt“, so Graichen, „ist jetzt gekommen.“ Der Kreischef betont, dass es bei der Neustrukturierung auch um effizientere Abläufe und die Einsparung von Verwaltungskosten gehe. „Wesentlicher Kerngedanke ist zudem, die Beteiligungs-, Ausschüttungs- und Haftungsverhältnisse der Träger untereinander neu zu regeln“. Statt einem starren Korsett sollen dafür künftig die aktuellen Einwohnerzahlen als Grundlage dienen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Gemeinde Borsdorf. Mit dem Wechsel von Borsdorf in den damaligen Muldentalkreis wäre 1999 eigentlich ein Wechsel in das Geschäftsgebiet der Sparkasse Muldental fällig gewesen. „Um den Kunden den damit verbundenen Aufwand zu ersparen, einigte man sich, die von der Sparkasse Leipzig errichtete Geschäftsstelle in Borsdorf weiter zu betreiben“, rekapituliert Graichen.

Eine Vereinbarung beider Institute soll diese gängige Praxis jetzt auch durch Anpassung der Sparkassensatzungen fixieren, so Graichen.

Von Simone Prenzel

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