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Wurzen Konzeption für den Stadtpark
Region Wurzen Konzeption für den Stadtpark
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00:20 05.06.2018
Nur ein markantes Gestaltungselement im Stadtpark Wurzen: Am Mäuseturm marschieren Kämpfer der Torgauer Geharnischten auf, um eine historische Szene zu stellen, in der es um die „Wurzener Fehde“ im Jahr 1542 geht. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Wenn es um die so genannte „denkmalpflegerische Zielkonzeption für den Stadtpark in Wurzen“ geht, ein Thema im jüngsten Stadtrat, so lässt Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) die Meinung des Denkmalschutzes nicht gelten. Dieser sei der Ansicht, so informierte der Rathauschef in der Sitzung, dass die Konzeption nicht für die Bürger, sondern für das Fachpublikum sei. „Ich habe den Herren vom Denkmalschutz gesagt, dass dem nicht so ist und unsere Vorstellungen sehr wohl auf unsere Bürger ausgerichtet sind.“ Wie, das erläuterte vor dem Parlament Peter Fibich vom Büro „Freiraumkonzepte“.

Nutzbarkeit für alle

Er spannte zunächst einen Bogen von der Vergangenheit des Stadtparkes über die Gegenwart, also den aktuellen Zustand, bis hin in die Zukunft. „Und dabei steht nur ein Aspekt im Vordergrund, nämlich die Nutzbarkeit des Stadtparkes für alle“, stellte auch Fibich klar. Die Historie der grünen Lunge von Wurzen beginnt im Jahr 1879, als die Stadtoberen beschlossen, sich auf zuvor bewirtschafteter landwirtschaftlicher Nutzfläche einen Stadtpark zu leisten. Eine zentrale Rolle dabei spielten ein schon damals bestehender Wurzener Verschönerungsverein und der Stadtrat Juel, nach dem eine Straße benannt und dem auch im Park ein Denkmal gesetzt wurde. Ein Jahr später, im Jahr 1880, wurde mit der Pflanzung der Fischereiche der Startschuss für den Stadtpark gegeben.

Fördermittel nötig

Weiß man nur wenig über die Kosten damals, gehe es jetzt darum, für die denkmalpflegerische Umgestaltung des Stadtparkes Fördermittel zu akquirieren. „Mit Vorlage der Zielkonzeption haben Sie eine wunderbare Grundlage, um Einzelmaßnahmen fördertechnisch zu untersetzen, was auch eine wichtige Zielrichtung unserer Arbeit gewesen ist“, sagte Fibich. Mit seinen Erläuterungen zur Umgestaltung des Stadtparkes offerierte er den Stadträten „einen großen Blumenstrauß an Maßnahmen“, die zum Teil schon sehr konkrete und vor allem sofort nachvollziehbare Züge aufwiesen. All das unter Einbeziehung bestehender Gestaltungselemente, wie etwa des Teiches mit seiner Sichtachse zum Denkmal im südwestlichen Teil des Parkes und des Ehrenmals für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg im nördlichen Parkteil sowie des Mäuseturms und der geometrischen Parkanlage mit ihrem Baumbestand – um nur einige Beispiele zu nennen.

Weiterentwicklung der Spielplätze

Ein weiteres Thema, das unter keinem denkmalpflegerischen Aspekt steht, ist die Erhaltung und Weiterentwicklung der Spielplätze. Denn, so Fibich, „Spielanlagen locken immer Menschen an, womit auch ich noch einmal unterstreichen möchte, für wen wir die Planung gemacht haben“, schlug er in die gleiche Kerbe wie das Stadtoberhaupt. Diese Zielkonzeption sei grundsätzlich nicht in Stein gemeißelt, sondern ein Fahrplan für die Zukunft mit Angeboten und Empfehlungen, betonte der Experte. Nicht ohne abschließend noch zu erwähnen, dass Wurzen mit dem Stadtpark eine Besonderheit habe, die andere vergleichbare Städte nicht besitzen.

Von Frank Schmidt

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