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Wurzen Konzert auf dem Bauernhof
Region Wurzen Konzert auf dem Bauernhof
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05:00 12.07.2011
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Mit geschlossenen Augen saßen die Besucher im ehemaligen Kuhstall, lauschten dem Violinkonzert und den Klängen zu Tschaikowski. Man sah, sie genießen und lassen sich von den Liedern in eine andere Welt tragen. Abschalten war die Devise. Keineswegs jedoch die Musik. Denn bei einem neunstündigen Programm gab es am Sonntag musikalische Leckerbissen wie am Fließband.

Das 6. Hoffest des britisch-japanischen Paares Adam Jones und Mariko Mitsuyu startet früh am Morgen, schon ab 11 Uhr bilden sich lange Autoschlangen und strömen Menschenmassen gen Dreiseithof. Am Nachmittag erlebt Polenz einen ungewöhnlichen Ansturm: knapp werdende Parkplätze, Verkehrschaos. „Wir spielen Musik, weil es uns Spaß macht und wir dies gerne machen und die Besucher es gerne hören", sagt Adam Jones, der eher hobbymäßig in die Tasten greift. Hauptberuflich ist der gebürtige Brite Professor für Afrikanistik an der Universität Leipzig. Afrikanisches Flair erlebten die Besucher jedoch auch am Sonntag auf dem denkmalgeschützten Anwesen in Polenz. Denn im Kuhstall zeigte Jones seine private Sammlung von afrikanischen Porträtüchern. „Das sind mehr als 30 Stück aus zwölf verschiedenen Ländern." Sie zeigen unter anderem das Konterfei von Obama, Clinton oder Nelson Mandela. „Sie sind eine mediale Form, um seine Unterstützung für eine Person oder eine Sache zum Ausdruck zu bringen", sagt Jones.

Ausdrucksstark ging es auch am Sonntag zu. Namhafte Künstler tauschten für einen Tag die Bühne gegen den Bauernhof. Musikstudenten gaben gemeinsam mit Profis oder Laien den Ton an. In ungewöhnlicher Atmosphäre erklang aus der Stube Klaviermusik von Chopin, im Kuhstall wurde Mozart gespielt. „Zwei wichtige Aspekte des diesjährigen Hoffestes waren der Afrikachor sowie der Karneval der Tiere. Das ist ein Orchesterstück mit zwei Klavieren."

Im 30-Minuten-Rhythmus wurde völlig Unterschiedliches präsentiert. Das denkmalgeschützte Anwesen platzte teilweise aus allen Nähten. „Es ist sehr gut besucht. Es sind sogar mehr gekommen als im vergangenen Jahr. Die Polenzer wissen jetzt bereits, was sie erwartet. Das Hoffest hat Tradition", freut sich Adam Jones. Die Besucher ließen sich den musikalischen Gaumenschmaus schmecken. Auch einheimische Musiker wie der Polenzer Frauenchor und sein männliches Pendant musizierten im Kuhstall kräftig mit. Vor allem der Reiz des denkmalgeschützten Anwesens machte auch für die Künstler selbst die Auftritte zu einem ungewöhnlichen Erlebnis – nun bereits das sechste Jahr.

Linda Dietze

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