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Wurzen Kreis-SPD will Wirtschaftspolitik auf Flüchtlinge ausrichten
Region Wurzen Kreis-SPD will Wirtschaftspolitik auf Flüchtlinge ausrichten
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00:35 26.05.2018
Markus Bergforth. Quelle: Andre Kempner
Landkreis Leipzig

Die SPD im Landkreis Leipzig macht sich für die Wahl künftiger SPD-Kanzlerkandidaten durch einen Mitgliederentscheid stark. Das sieht ein Leitantrag vor, der auf dem SPD-Kreistag am Sonnabend im Kranwerk Naunhof auf der Tagesordnung steht. Außerdem fordert die Kreis-SPD die Einführung einer Rauchmelderpflicht in Sachsen. Zudem steht die Neuwahl des Kreisvorsitzenden sowie des Kreisvorstandes an.

Bergforth hat keinen Gegenkandidaten

Dabei scheint klar, dass der bisherige Kreisparteichef Markus Bergforth im Amt bestätigt wird. Er ist einziger Anwärter auf den Posten, den er vor zwei Jahren von Ingo C. Runge übernommen hat. Bergforth, der seine Brötchen bei der Johanniter-Unfallhilfe in Leipzig verdient, hatte sich im letzten Jahr in die Pflicht nehmen lassen und war mit nur mäßigen Aussichten als Bundestagsdirektkandidat angetreten.

Bergforth erklärte am Mittwoch, er habe noch nicht alles geschafft, was er sich vorgenommen habe. „Das lag sicher auch daran, dass der Bundestagswahlkampf eine ganze Zeit das bestimmende Thema im Kreisvorstand war.“ Mit seiner Kandidatur verbinde er Kontinuität und Stabilität an der Spitze des Kreisverbandes.

Für die Stellvertreterposten kandidieren die Vorsitzende des SPD-Ortsverein Brandis/Borsdorf/Naunhof, Birgit Kilian, sowie Sebastian Bothe, Wahlkreis-Mitarbeiter von Integrationsministerin Petra Köpping.

Köpping, Dulig und Kolbe in Naunhof

Die frühere Bornaer Landrätin gehört ebenso wie Martin Dulig, SPD-Landeschef und Wirtschaftsminister in Dresden, zu den Teilnehmern des SPD-Kreisparteitages, bei dem auch die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe erwartet wird. Dem Parteitag liegt ein Leitantrag mit dem Titel „Unseren Landkreis Leipzig gemeinsam mit den Menschen entwickeln“ vor. Darin fordert die Partei die Einrichtung einer Stabsstelle „Digitale Verwaltung“ ebenso wie die Förderung „interkommunaler Kooperationen“. Damit ist die „freiwillige, gleichberechtigte und innovative Zusammenarbeit von Städten, Gemeinden oder Landkreisen gemeint“.

Mehr Sparkassen-Filialen im ländlichen Raum

Die SPD fordert zudem eine „Umkehr der Filialpolitik“ der Sparkassen. So sollen wieder neue Filialen eröffnet werden anstatt weitere zu schließen. Multiple Häuser sollten künftig auch als Dorfgemeinschaftshäuser nutzbar sein. Weitere Punkte im Forderungskatalog der Landkreis-SPD sind ein „flächendeckendes Angebot der Schulsozialarbeit über alle Schulformen und Jahrgangsstufen hinweg“, die Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte nebst zusätzlichen Rentenpunkten für jahrelanges ehrenamtliches Engagement und die Einrichtung eines Jugendbeirates auf Kreisebene.

Unter dem Punkt „Asyl und Integration“ vermerkt der Leitantrag, dass sich die regionale Wirtschaftsförderung „auf geflüchtete Menschen“ fokussieren soll. Dabei solle die Einstellungspraxis über die Kommunalen Jobcenter erleichtert werden.

Der SPD-Parteitag in Naunhof beginnt 10 Uhr. Dort werden auch acht Delegierte für den Landesparteitag nominiert.

Von Nikos Natsidis

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