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Wurzen Kritik an Flüchtlingspolitik: Kundgebung auf dem Wurzener Marktplatz mit 150 Teilnehmer
Region Wurzen Kritik an Flüchtlingspolitik: Kundgebung auf dem Wurzener Marktplatz mit 150 Teilnehmer
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11:35 27.03.2018
Dem Aufruf zu einer Kundgebung am Abend auf dem Wurzener Marktplatz folgte etwas 150 Personen. Organisiert hatte die Veranstaltung das Neue Forum Wurzen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Etwa 150 Personen versammelten sich am Abend zu einer Kundgebung auf dem Wurzener Marktplatz, für die im Vorfeld das Neue Forum Wurzen (NFW) über soziale Netzwerke wie Facebook und per Flugblatt warb. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Vertreter der Initiative „Zukunft Heimat“, die bereits seit einem Jahr in Cottbus gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung demonstrieren. Ihr Vorsitzender Hans-Christoph Berndt sprach sogar ein Grußwort und zeigte sich über das Echo in Wurzen beeindruckt.

„Wir wollen mitbestimmen, was Integration bedeutet. Wir wollen unsere Vaterstadt retten“, formulierte kurz darauf Christoph Mike Dietel unter Beifall der Anwesenden die Ziele des Anfang Februar gegründeten Vereins. Der 53-jährige Wurzener ist Vorsitzender der Gemeinschaft NFW, die nach seiner Aussage zufolge mittlerweile zwanzig Mitglieder hat. Zum Vorstand gehören ferner Michael Wolk, Inhaber des Restaurants La Grotta, sowie Mathias Schkuhr, Inhaber des Restaurants St. Wenzel/First Diner.

Der Name „Neues Forum“, so Dietel, sei bewusst gewählt, weil Wurzener knapp dreißig Jahre nach dem Oktoberfrühling 1989 üben müssten, was sie damals gelernt haben: Bürgerbewegung. Denn aus seiner Sicht werde die Stadt gerade nach den Ausschreitungen der jüngsten Zeit immer wieder als „braunes Nest“ verunglimpft, „ohne dass der Oberbürgermeister ein Machtwort spricht“. Eben daher unterstütze das NFW die freie Meinungsäußerung, „um den Bürgerrechten Respekt und Geltung zu verschaffen“. Insbesondere beanstandete Dietel in seiner Ansprache die Rolle des Vereins Netzwerk für demokratische Kultur, da von dort aus stets all jene zu Rassisten oder Nazis erklärt würden, die sich kritisch über die Zuwanderung äußerten.

Zugleich kündigte er an, dass das NFW sich im kommenden Jahr an der Kommunalwahl in Wurzen beteilige, „um dem Oberbürgermeister auf die Finger zu schauen“. Bereits am 9. April plane der Verein eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung im Gartenlokal „Zur Windmühle“ und lud dazu Cornelia Hanspach, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, ein.

Die Kundgebung endet nach gut einer halben Stunde und verlief friedlich.

Von Kai-Uwe Brandt

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