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Wurzen Kritik an höheren Sitzungsgeldern
Region Wurzen Kritik an höheren Sitzungsgeldern
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05:00 31.03.2010
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Wurzen

Wie berichtet, herrscht in den Fraktionen weitgehend Einigkeit über einen Zuschlag per 1. Juli. Die LVZ hörte sich gestern um, ob auch die Wurzener Bürger als Wähler der Stadträte diese Pläne gutheißen. „Die Sitzungsgelder sollten so bleiben und die Summe der geplanten Erhöhung lieber in die Unterstützung der Kindergärten, Vereine und in die Jugendförderung investiert werden“, sagt Lieselotte Stiller aus Wurzen. Auch Brigitte Weise aus Wurzen verweist auf bessere Verwendungsmöglichkeiten: „Eine angemessene Aufwandsentschädigung für die Stadt- und Ortschaftsräte ist zwar angebracht, jedoch im geeigneten Maße. Die angedachten Erhöhungen liegen ja teilweise über hundert Prozent. Das ist unverhältnismäßig hoch. Das Geld könnte besser beispielsweise für Spielplätze, zur Straßensanierung und -reinigung sowie für das Anlegen von Grünflächen bereitgestellt werden.“ Christin Puder aus Wurzen sagt: „Die geplante Erhöhung ist vollkommen unverständlich. In anderen Bereichen, wie im Kinder-, Jugend- und Kulturbereich, wird mit drastischen Maßnahmen gespart oder sind Einschränkungen zu erwarten. Und hierfür stehen aber Gelder bereit. Die Abgeordneten sollten in ihrer Denkweise sozialer werden und die geplante Entschädigungserhöhung in andere Förderprojekte investieren“, so die 24-Jährige. Der Wurzener Hans-Jörg Naumann findet: „Eine Erhöhung der Entschädigungsgelder halte ich für unangemessen. Hingegen wäre eine Unterstützung von Vereinen und anderem ehrenamtlichen Engagement durchaus angebracht.“ Klaus-Peter Schramm aus Wurzen hält die Erhöhung vor allem zum jetzigen Zeitpunkt für ungünstig. „Der monatliche Grundbetrag von 20 Euro erscheint mir für diese Arbeit zwar vergleichsweise gering. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage müssten derzeit jedoch andere Schwerpunkte zählen.“ Christian Neumann indes hält eine Erhöhung für wenig sinnvoll. „Das Geld findet in anderen Bereichen einen sehr viel geeigneteren Einsatz. Sei es zur Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit, für die bislang kaum etwas gezahlt werden kann oder zur Kontrolle und Sanierung der Kinderspielplätze. Das bedeutet nicht, dass die Arbeit der Abgeordneten nicht im angebrachten Rahmen honoriert werden soll.“ Reinhard Thiele aus Wurzen wird deutlich: „Ich finde es ist eine große Sauerei, dass die Stadträte mehr Entschädigungsgeld verlangen. Überall wird gekürzt und eingespart und hierfür ist Geld da. Dies ist nicht nachzuvollziehen.“

Friederike Spröh

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