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Kritik nach Abwanderung der Firma Igefa aus Gerichshain

Macherner Räte fühlen sich nicht informiert Kritik nach Abwanderung der Firma Igefa aus Gerichshain

In Machern hagelt es Kritik an der Informationspolitik des Rathauses in Sachen Igefa-Abwanderung. Der Fachgroßhandel expandiert jetzt in Borsdorf und nicht in Gerichshain. Für die Gemeinde Machern sind damit auch Steuereinbußen verbunden.

In Machern hagelt es Kritik an der Informationspolitik des Rathauses in Sachen Igefa-Abwanderung.

Quelle: LVZ

Machern/Gerichshain . Heftige Reaktionen löst in Machern der Weggang der Firma Igefa aus. Der Fachgroßhandel verlässt die Kommune Richtung Borsdorf, was mit dem Verlust von rund 60 Arbeitsplätzen und Steuereinbußen verbunden ist. „Wie kann es sein, dass wir als Gemeinderäte aus der Zeitung von dieser Tatsache erfahren?“, machte CDU-Gemeinderat Detlef Keller seinem Ärger Luft. „Mehrfach sitzen wir im Monat zusammen. Warum werden wir über so etwas nicht informiert?“, wetterte der Parlamentarier zur jüngsten Ratssitzung. CDU-Fraktionssprecherin Petra Puttkammer zeigte sich über die Abwanderung des investitionswilligen Unternehmens ebenfalls entsetzt. „Wir haben als CDU-Gemeinderäte im Spätherbst vorigen Jahres im Rathaus angefragt, was an den Gerüchten dran ist, dass die Firma Machern verlässt. Damals hieß es, alles Quatsch – nur Gerede. Im Rathaus sei davon nichts bekannt.“ Eine entsprechende Antwort habe die CDU aus dem Bürgeramt erhalten. Von dieser Auskunft habe sie keine Kenntnis gehabt, erklärte Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) am Montagabend. Sie wisse seit vorigem Jahr, dass sich Igefa erweitern wolle. „Es war erkennbar, dass das im Gewerbegebiet Gerichshain nicht möglich sein wird.“ Sie habe mit der Firmenleitung mehrere Gespräche geführt. „Igefa hatte signalisiert, dass sie bis zu

Vom Auslastungsgrad des Gerichshainer Gewerbegebietes können andere Kommunen nur träumen

Vom Auslastungsgrad des Gerichshainer Gewerbegebietes können andere Kommunen nur träumen. Für Expansionen stehen kaum Flächen zur Verfügung.

Quelle: Armin Kühne

zwei Hektar Fläche brauchen, um zu expandieren.“ Eine solche Größenordnung sei in Gerichshain aber nicht vorhanden, erklärte Lieder. Das Gewerbegebiet sei nahezu komplett ausgelastet. Anhand einer Luftaufnahme, die die Bürgermeisterin vorbereitet hatte, lieferte sie weitere Hintergründe: Die Speditionsfirma Loth, ebenfalls in Gerichshain ansässig und auf Expansion aus, habe erst kürzlich das ehemalige Aco-Gelände erworben. Dabei handelt es sich um ein zehn Hektar großes Grundstück, das von der Aco-Unternehmenszentale in Rendsburg (Schleswig-Holstein) verkauft wurde. „Hier habe ich versucht, zwischen Loth und Igefa einen Kontakt anzubahnen. Loth hatte angeboten, an Igefa eine Fläche zu verpachten, auf der die Firma eine neue Halle bauen kann.“ Dies habe Igefa aber abgelehnt – der Großhandel wollte nicht pachten, sondern kaufen. „Dass die Würfel bereits gefallen sind, habe ich dann ebenfalls aus der Zeitung erfahren“, so Doreen Lieder.

Manfred Schubert (Freie Wählergemeinschaft) warf der Bürgermeisterin vor, die Räte nicht rechtzeitig einbezogen zu haben. „Vielleicht hätte es dann noch eine Lösung gegeben“, so der Lübschützer. Lieder hielt das für wenig wahrscheinlich: „Im Gewerbegebiet ist einfach kein geeignetes Grundstück vorhanden. Und ich kann mir auch keins aus den Rippen schneiden“, verteidigte sich die Rathauschefin. Zwar liege seit Jahren ein Bebauungs-Plan für ein weiteres Gewerbegebiet in der Schublade. Wo jetzt noch grüne Wiese ist, besteht Planungsrecht für nochmals rund 30 Hektar. „Aber diese Fläche zu erschließen, wäre wiederum für nur zwei Hektar Igefa-Bedarf zu teuer geworden“, argumentierte die Macherner

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Um das Gerichshainer Gewerbegebiet an die neue B 6 anzubinden und den Unternehmen damit optimale Bedingungen zu bieten, wurde von der Gemeinde Machern erst vor wenigen Jahre eine Erschließungsstraße fertiggestellt. Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf kam damals zum symbolischen Band-Durchschnitt.

Quelle: Archiv

Ortschefin.

Von Simone Prenzel

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