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Künstler setzen „Teppsche“ in Szene

Künstler setzen „Teppsche“ in Szene

Wurzen. Ein Webstuhl, in dem sich die Farben von Blüten zu einem Wurzener Muster aneinanderfügen. Eine Skulptur aus Metall und Glas, die direkt neben einem Haus stehend, Einblicke ins Innere der Wohnung suggeriert.

. Bunt und fröhlich grüßen Teppichmuster von der Fassade des Pavillons an der Ecke Nischwitzer Straße/Straße des Friedens. Die Besucher der Ausstellung „Anknüpfungspunkte" konnten sich gut vorstellen, dass jeder der insgesamt 13 Vorschläge eine Bereicherung für Wurzen wäre.

Zur Erinnerung: Zu Jahresbeginn nahm ein Projekt Form an, das der Bund Bildender Künstler Leipzig gemeinsam mit der Stadtverwaltung ins Rollen brachte. Unter dem Motto „Anknüpfungspunkte – als die Teppiche fliegen lernten" sollten unter anderem Brach- oder Abrissflächen durch Kunst-Exponate eine visuelle Aufwertung erfahren. Zudem sollte mit diesen an die reiche Industriegeschichte Wurzens erinnert werden. Wenngleich die Juroren nicht zwingend vorschrieben, dass die Künstler nach Ideen suchen sollen, die Brücken zur einstigen Teppichfabrik schlagen, zeigt die Ausstellung dann doch, dass vor allem das Thema „Teppiche" faszinierte. Auf ganz originelle Weise setzten die Künstler ihre Gedanken um. Wer sich in die Beschreibungen vertieft, ahnt von den Emotionen, die die Kunstwerke wecken könnten. Da ist nichts zu spüren von Wehmut. Vielmehr gelang es, die Geschichte eines Wurzener Betriebes so mit den Gegebenheiten der Stadt zu verweben, dass fast gefragt werden müsste, weshalb darauf noch niemand gekommen ist.

Der „Garten für Rosa" von Heinke Binder ist so ein Beispiel. Im Rosental soll er blühen. Die Mauer des Gärtchens ist ein buntes Mosaik. Ein Wurzener Teppichmuster natürlich. In der Färbergasse hingegen werden Teppiche fliegen. Einzelteile eines Teppichs, in lichten Höhen hängend, schaffen mediterranes Flair. Der zerstückelte Teppich symbolisiert den Zerfall des Traditionsunternehmens. Jedoch gebe es einen Standort in der Gasse, von dem aus der Teppich wieder als Einheit zu sehen ist. Das verspricht spannend zu werden.

Ebenso erwartungsvoll dürfte sein, ob es gelingt, erfolgreich für noch ein paar Förder-Euros – die Finanzierung, soll von der Stadt Wurzen, dem Kreis, dem Kulturraum und von Sponsoren gesichert werden – mehr zu trommeln. Dann bekäme auf jeden Fall Britta Schulzes „Teppichgarten" – als Projekt Nummer sechs den Zuschlag. „Am liebsten würde ich alle Vorschläge nehmen. Was hier gezeigt wird, ist richtig toll", gestand Kathrin Gehres-Kobe, Mitglied der Jury. Auch viele Besucher der Vernissage gestanden, dass es schwer falle, sich auf sechs aus 13 zu begrenzen. Der gestaltete Pavillon gehöre zu seinen Favoriten, sagte ein Gast und überlegte noch, ob es nicht eine Firma gebe, die kostenfrei einen neuen Putz ans Gebäude bringen könnte. Das wäre die Voraussetzung für die spätere künstlerische Gestaltung. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Juni geöffnet.

Conny Hanspach

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