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Wurzen Kultusminister Piwarz: „Verbeamtung löst nicht alle Probleme der Zukunft“
Region Wurzen Kultusminister Piwarz: „Verbeamtung löst nicht alle Probleme der Zukunft“
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18:03 27.03.2018
Der meiste Andrang im kleinsten Raum herrschte bei Kultusminister Christian Piwarz. Quelle: Andreas Döring
Böhlen

Sitzplätze waren bei Christian Piwarz Mangelware, selbst die Stehplätze wurden zuweilen rar. Kein Wunder, etliche Lehrer, Kita- und Schulleiter nahmen das Gesprächsangebot des Kultusministers – nach Aussage von Ministerpräsident Kretschmer der teuerste Minister in der Riege – an. Entsprechend lang war die Themenliste, mit der die Besucher Piwarz konfrontierten: Sie reichte von der Verbeamtung, um dem Lehrermangel Herr zu werden, über politische Bildung bis hin zu Inklusion.

Schon beim ersten Thema machte er keinen Hehl daraus, dass er von der Verbeamtung kein Freund sei, „das löst sicherlich nicht alle Probleme der Zukunft“. Allerdings sei dieser Anreiz noch das wirksamste Mittel, um Leerstellen wieder mit nachrückenden jungen Lehrern zu füllen. „Ich bin mir nicht sicher, dass es 100-prozentig funktioniert“, daher sei die Verbeamtung zunächst auf fünf Jahre befristet, „und dann gucken wir mal, wie es angenommen wurde“.

Eine Anregung, die Piwarz mit auf den Weg nach Dresden bekam, war der Erhalt von Förderschulen. „Damit rennen Sie allerdings offene Türen bei mir ein“, machte er deutlich. Förderschulen seien die beste Lösung für Kinder mit Lernschwierigkeiten, wenn die Integration in den Grundschulen mit enormen Herausforderungen verbunden sei.

Das Thema politische Bildung spielte am Montagabend ebenfalls eine herausragende Rolle. Der erste Schritt werde nach Aussage des Kultusministers in Angriff genommen, wenn ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Wochenstunde Politik ins Fach Gemeinschaftskunde für die siebten und achten Klassenstufen eingebunden werde. „Wir müssen vor allem aber Anreize schaffen, um zu erleben, was Demokratie ist“, vom „Überstülpen“ demokratischer Teilhabe halte er nichts.

Von Julia Tonne

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