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Wurzen Kunst gegen den Krieg
Region Wurzen Kunst gegen den Krieg
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05:00 17.09.2010
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. Dann werden auch Schüler des Lichtwer-Gymnasiums in Wurzen und der Mittelschule Trebsen für ihre künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten mit Preisen bedacht.

Nie hätte Ute Fuhrmann mit so einer Begeisterung gerechnet. Vor rund vier Monaten schlug die Geschichtslehrerin der Klasse 9a vor, sich bei dem Jugend-Friedenspreis zu bewerben. „Der Traum vom Frieden" war das Thema. Ein wenig sperrig fand sie es, aber sie wollte dennoch einen Versuch starten. Ihr erschien der Wettbewerb interessant. Nur wie würden ihre Schüler reagieren? „Aber die Jugendlichen waren sofort begeistert", sagt sie. Mit Elan gingen sie die Aufgabe an.

Mehrere Gruppen bildeten sich in der Klasse. Alle hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie sie mit dem Thema Frieden umgehen wollten. Dennis Annanias, Alexandra Brauner, Martina Herr und Paul Meißner entschieden sich für eine Arbeit mit Ton. „Ideen waren sofort da, wir mussten nur überlegen, welche wir davon umsetzen", sagt Dennis. Die 15-Jährigen legten sich nach langem Überlegen auf zwei Motive fest: Eine Friedenstaube, die ein zerstörtes Haus bewacht – als Erinnerung daran, dass der Krieg viel Zerstörung hinterlässt. Und eine Hand, die ein unversehrtes Haus schützt – als Zeichen, dass der Frieden bewahrt werden muss. Auch die Fünftklässlerin Luise Riedel formte eine Friedens-Plastik. Vier Wochen arbeiteten die Schüler an ihren Werken.

Schneller ging es da bei Yasmin Schmidt. Die Elfjährige wollte sich wie ihre Mitschüler an dem Wettbewerb beteiligen. Da sie in ihrer Freizeit gerne Gedichte schrieb, griff sie damals zum Füller. Ihre Gedanken darüber, warum das Thema Krieg die Nachrichten beherrscht, fasste sie nur an einem Nachmittag in Reime. Alle diese Arbeiten der Mittelschule hielt die Auswahlkommission für preiswürdig – zum Erstaunen der Künstler. Keiner hatte mit einem Preis gerechnet.

Auch am Wurzener Lichtwer-Gymnasium waren Stefanie Kunzel und Julia Fichtner baff. Die 17- und die 18-Jährige hatten für die Schule kurze wissenschaftliche Arbeiten über den Krieg gegen Frauen und die frühere Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich verfasst. Auf Drängen ihres Lehrers André Kamm reichten sie diese ein – und gewannen ebenso wie die Gruppe aus Trebsen. Kamm war nicht überrascht: „Die Facharbeiten waren außergewöhnlich gut. So

etwas liest man als Lehrer nicht oft."

Kai Kollenberg

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