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Kunstministerin zeichnet Ehrenamtler des Wurzener Museums in Dresden aus

Ehrung für Engagement Kunstministerin zeichnet Ehrenamtler des Wurzener Museums in Dresden aus

Mit der Urkunde für „verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens“ sind Rainer Sachse und Hans Martin in Dresden für ihr freiwilliges Engagement von Kunstministerin Eva-Maria Stange geehrt worden. Vorgeschlagen hatte die beiden Wurzener Museumsleiterin Sabine Jung.

Die Wurzener Rainer Sachse (2.v.r.) und Hans Martin (3.v.r.) erhalten von Ministerin Eva-Maria Stange (1.v.r.) die Urkunde für verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens.

Quelle: privat

Wurzen. Hans Martin und Rainer Sachse sind Ehrenamtler, ohne die manches nicht geht. Zum Beispiel im Kulturhistorische Museum Wurzen. Eben daher schlug Museumsleiterin Sabine Jung die beiden Männer für die Auszeichnung „Verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens“ vor. Zur Festveranstaltung im Deutschen Hygienemuseum in Dresden würdigte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) erst kürzlich das freiwillige Engagement von 28 Bürgern – unter ihnen Martin und Sachse.

„Mit dieser Anerkennung in Form einer Urkunde will das Ministerium vor allem die Bedeutung des Ehrenamtes in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken und zugleich dazu animieren, sich gesellschaftlich stärker zu beteiligen“, sagt Jung. Vor zwei Jahren hatte die promovierte Kunsthistorikerin per Vorschlagsrecht schon einmal die Arbeit von Ursula Hohmann für den Förderverein des Museums, der Stadtgalerie und des Ringelnatz-Geburtshauses berücksichtigt. Dass diesmal Martin und Sachse in den Genuss der Ehrung kamen, freut Jung um so mehr.

Immerhin sei Feilenhauermeister Hans Martin stets bereit, bei Veranstaltungen des Museums einem neugierigen Publikum seine alte Handwerkskunst in der vollständig erhaltenen und funktionsfähigen Werkstatt zu zeigen. Der Beruf des Feilenhauers wurde erstmals um 1400 in Frankfurt am Main erwähnt; etwa 1700 entwickelte sich die Zunft in Schmalkalden mit etwa 200 Feilenhauern zur Hochburg. Martin übte die Arbeit bis nach der Wende aus und überließ danach das Originalinventar der städtischen Einrichtung. „Unentbehrlich für uns ist aber ebenso Rainer Sachse.“ Er helfe im Haus mit Rat und Tat und sei es bei der kleinen Reparatur eines alten Türgriffs.

Apropos Reparatur. Ab Montag starten im Keller der Domgasse 2 die Vorbereitungen für anstehende Sanierungsarbeiten des Gewölbes. „Als erstes müssen wir die Vitrinen mit den schweren Glasplatten entfernen, damit im Anschluss der alte Putz abgetragen und neuer aufgebracht werden kann“, so Jung. Danach erhalten die Wände frisches Weiß. „Mit dem großen Keller, der unter anderem unsere Vor- und Frühgeschichtssammlung enthält, geht es los.“

In zwei weiteren Etappen folgen Flur sowie der kleine Keller. Kurz vor Weihnachten soll zumindest der große Kellerraum wieder picobello sein. Während der gesamten Zeit, informiert die Museumsleiterin außerdem, bleibe der Bereich jedoch für Besucher gesperrt. Dabei zeigten sich gerade Kinder von den Artefakten unterm Gewölbe begeistert, wie Jung beim aktuellen Ferienprojekt erfuhr. Zu Beginn der Woche begaben sich die Kleinen dank des MuseobilBox-Programmes des Bundesverbandes Museumspädagogik auf die Suche nach Geheimnissen und mysteriösen Ecken in der Stadt Wurzen und im Museum. Nunmehr schreiben sie ihre Erlebnisse nieder und basteln dazu Boxen, die sie entweder bemalen, mit Stoffen dekorieren oder tapezieren. Hierbei unterstützen sie die beiden Museumspädagoginnen Sandra Hoffmann-Trepák und Hjördis Baacke sowie der Leipziger Schriftsteller Thomas Seifert. Jung zum Schluss: „Morgen Nachmittag enden die hoffentlich fünf interessanten Ferientagen mit der Präsentation.“

Von Kai-Uwe Brandt

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