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Kurs auf ein fabelhaftes Wurzen

Kurs auf ein fabelhaftes Wurzen

Die Rathausspitze will das Thema Stadtslogan noch einmal auf die Tagesordnung der Stadtpolitik setzen. Das erklärten Oberbürgermeister Jörg Röglin und Stadtmarketing-Koordinatorin Katrin Hussock gleichermaßen.

Wurzen.   Beide halten den Slogan „Fabelhaftes Wurzen“ für den besseren und wesentlich zugkräftigeren für die Stadt als den bisherigen „Ein gutes Stück Sachsen“. Ein deutlichen Verbündeten haben sie  in Thomas Friedrich.

Der Chef der Volkshochschule Muldental betont, „jetzt nachdem die Stadtmarketing-Aktivitäten deutlich an Fahrt gewonnen haben“, die Diskussion um den Stadtslogan erneut führen zu wollen. „Wenn der Slogan ziehen soll, muss er knackig, einfach, originell und mit Hintersinn daherkommen. Dazu gehört durchaus ein bisschen Übertreibung. Der gegenwärtige Spruch biete nichts dergleichen und transportiere nichts, was Wurzen von anderen Städten Sachsens unterscheide, betonte Friedrich und nannte als positive Beispiele knackige Slogans der Autokonzerne VW und BMW  „VW – das Auto“ oder „Freude am Fahren“.

Thomas Friedrich schlägt eine offene Diskussion vor, die auf einer Bürgerversammlung, in den Ortsvertretungen und in den lokalen Medien geführt werden sollte. Dort müssten das Fabelhafte von Wurzen, Philosophie und Hintergründe des Spruchs erläutert werden. In seinem Freundeskreis sei das „Fabelhafte Wurzen“ zunächst auch abgelehnt worden. Nach der Erläuterung hätte sich die Position geändert. Selbstverständlich akzeptiere er, beim gegenwärtigen Spruch zu bleiben, sollte sich herausstellen, dass der neue Spruch nicht mehrheitsfähig beziehungsweise  nicht gewollt ist.

Oberbürgermeister Jörg Röglin gibt zu, im Jahr 2008 die Initiative um den möglichen neuen Slogan „nicht gut verkauft“ zu haben. Die Zufallsbefragung unter den Bürgern habe Mängel gehabt. Es sei nicht ausreichend diskutiert und erklärt worden. Er wolle die Diskussion über den Stadtrat anschieben. Der hatte 2008 beschlossen, den alten Slogan zu belassen, eine erneute Diskussion aber nicht ausgeschlossen.

Das Thema soll, so Röglin, in diesem Jahr noch einmal angegangen und dann auch abgeschlossen werden. Selbstverständlich mit einem offenen Ende. „Wenn der neue Slogan nicht durchsetzbar ist, ist es eben so. Ich denke jedoch, wir sollten uns von dem aus meiner Sicht zu konservativen Slogan trennen und mit ‚Fabelhaftes Wurzen‘ in die Zukunft gehen“, betont der Rathauschef.

Gerade mit Alleinstellungsmerkmalen müsse Wurzen mit Hilfe des Stadtslogans punkten, sagt auch Katrin Hussock. Die habe die Stadt mit dem Fabeldichter Magnus Lichtwer, dem Komponisten Theodor Uhlig, mit dem einstigen Bischofssitz, Dom, Schloss, Via Regia, Jacobsweg durchaus einiges in die Waagschale zu werfen. Hinzu kämen noch die Komponenten aus dem Gewerbe, wie Teppiche und Tapeten, Kekse, Flips und die historische gleislose Industriebahn (Schiemannbahn). All das ließe  sich unter dem doppel- und vieldeutigen Begriff „fabelhaft“ vereinen, argumentiert Hussock, die sich für „Fabelhaftes Wurzen“ oder alternativ „Wurzen... einfach fabelhaft“ noch einmal stark machen wolle.

Redakteur Muldentalzeitung

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