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Wurzen "Laden erhalten für die Alten"
Region Wurzen "Laden erhalten für die Alten"
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14:31 01.01.2012

. Thea Reichel von der Volkssolidarität hatte die Aktion initiiert und wurde von den Gemeinderäten Andreas Holtz (Linkspartei) und Uwe Richter (Freie Wählergemeinschaft) unterstützt.

„Wir wollen nicht hinnehmen, was hier passiert. Wir sind nicht gegen die Klinik, die sich in Machern ansiedeln möchte und mit der die Konsum-Schließung zusammenhängt", erklärte Thea Reichel. Aber es müsse auf jeden Fall ein anderer Standort für diese medizinische Einrichtung innerhalb der Gemeinde gefunden werden. Vor allem für die Senioren sei die Schließung des Marktes zum 31. Dezember eine Katastrophe.

„Ich bin extra hierher gezogen, weil man alles gut erreichen hat. Apotheke, Ärzte und eben die Verkaufsstelle", meinte die 84-jährige Gerlinde Gumprecht. Sie würde es sehr bedauern, wenn die Einkaufsmöglichkeit nicht mehr zur Verfügung steht. Der erste, der sich in die Unterschriftenlisten eintrug, war Lothar Bayer aus Machern. „Zu dem Klinik-Projekt kann man geteilter Meinung sein, das kann ich nicht beurteilen. Aber beurteilen kann ich, das vor allem den älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind, der Markt fehlen wird." Der Einzugsbereich reiche vom Wohngebiet Schlossblick bis Machern-Ost. Es wäre wichtig, dass eine solche Einkaufstätte im Ortskern erhalten bleibt. „Wo bekomme ich künftig mein Geld her", darum machte sich Hanna Müller Sorgen.  Sie müsse sich erst noch erkundigen, wo sie die Dienstleistung künftig in Anspruch nehmen kann. „Es ist eine Schande, was die hier mit uns machen", fügte sie noch hinzu. „Bloß gut, dass mal einer aufbegehrt."

Binnen zwei Stunden kamen über hundert Namenszüge für den Erhalt des Marktes zusammen. „Wer nicht kämpft, hat schon verloren", meinte Uwe Richter, auf die Aussichten des Protestes angesprochen. Die Unterschriften wolle man Landrat Gerhard Gey übergeben. Bürger können sich nach wie vor eintragen.

Bürgermeister Frank Lange (CDU) gab angesichts des Wortlauts eines Plakates zu bedenken, man dürfe in der Diskussion um die Klinik niemanden stigmatisieren.

Simone Prenzel

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