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Wurzen Lätzchen und Rauchmelder für Neugeborene: Lossatal macht Geschenke
Region Wurzen Lätzchen und Rauchmelder für Neugeborene: Lossatal macht Geschenke
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06:00 04.01.2017
Ich bin ein Lossataler: Solche Lätzchen erhalten die Eltern von Neugeborenen ab nächstes Jahr sogar vom Bürgermeister Weigelt persönlich überreicht. 2016 wurden im Lossatal übrigens 33 Kinder geboren. Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal/Falkenhain

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Körlitz sowie der Außenanlage für die Oberschule Falkenhain oder das Vorhaben Multiples Haus in Körlitz – mit jenen Investitionsprojekten will die Gemeinde Lossatal in diesem Jahr durchstarten. Was noch zu den künftigen Vorhaben der Kommune gehört, erläuterte Kämmerer Norman Gebhardt den Volksvertretern während der ersten Haushaltslesung.

Demnach stehen in der aktuellen Ausgabenliste überdies der vierte Abschnitt der Komplexsanierung Grundschule Hohburg, mehrere Straßen, wie zum Beispiel der Nieschweg in Falkenhain, der Siedlungsweg in Voigtshain, die Dornreichenbacher Straße in Meltewitz und die Zufahrt zum Sportzentrum im Lossatal. Aber ebenso die Erneuerung der Atemschutztechnik für die Floriansjünger, der Neubau eines Spielplatzes in Falkenhain und nicht zuletzt die Beleuchtung der Straße Zum Buchholz in Kühnitzsch. Alles in allem legte die Verwaltung mit dem Etatentwurf einen ausgeglichenen Haushalt vor, wie Gebhardt sagte. „Jedoch lassen die vorläufigen Bewertungsergebnisse zur Erstellung der Eröffnungsbilanz darauf schließen, dass langfristig ein Vermögensverzehr stattfindet.“ Und: Die Gemeinde werde die anfallenden Abschreibungen nicht erwirtschaften können. Als positiv bezeichnete der Kämmerer indes den Bestand der liquiden Mittel. Selbst im Jahr 2020 verfüge Lossatal über genügend Gelder, „um notwendige Investitionen umzusetzen“. Das solide Budget schlägt sich unter anderem in der Pro-Kopf-Verschuldung nieder. Zum 1. Januar 2017 beträgt diese Kennzahl – gemessen an den 6115 Einwohnern (Stand 30. Juni 2016) – „nur“ 366 Euro. Nur deswegen, weil Vorschriften bei Kommunen der Lossataler Größenordnung von 850 Euro pro Einwohner ausgehen.

Gleichsam um Finanzen ging es im Abendprogramm der Parlamentarier beim Vertragsabschluss für den Solarpark Lüptitz. Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) zufolge machte sich ein neuer Kontrakt aufgrund des Eigentümerwechsels notwendig. Der Nutzungsvertrag für die Photovoltaikanlage auf gemeindeeigenem Grund und Boden wurde einst mit der Helios Energie GmbH geschlossen. Mittlerweile fand der Verkauf an die Lüptitz Solar GmbH mit Sitz in Berlin statt. Daher, so Weigelt, besserte die Verwaltung die frühere Vereinbarung nach. Pro Jahr erhält Lossatal ein Entgelt von 40 300 Euro von der Gesellschaft zuzüglich 411 Euro an Grundsteuer.

Zum Ende der Tagung unterrichtete der Rathauschef seine Gemeinderäte noch kurz über die Vorbereitung einer digitalen Renaissance der Internetseite www.lossatal.eu, die im März im modernen Design und mit Ratsinformationssystem an den Start geht. Darüber hinaus will die Verwaltung ab Mitte 2017 damit beginnen, das papierlose Rathaus einzuführen.

Nicht zuletzt sollen in Zukunft alle Neugeborenen im Lossatal ein ganz besonders Babylätzchen erhalten – mit Gemeindewappen auf weißem Grund und dem Spruch „Ich bin ein Lossataler“. Das Geschenk überreicht Weigelt sogar höchst persönlich. Und zwar gemeinsam mit einem Startkapital von 100 Euro inklusive gesponsertem Rauchmelder. Die Eltern dürfen sich übrigens aussuchen, ob das Geld bei der Sparkasse Muldental oder der Volks- und Raiffeisenbank Muldental angelegt wird. Den Besuchstermin vor Ort hält der 53-Jährige schon deswegen für wichtig, „um nicht nur die jungen Eltern kennenzulernen, sondern nachzufragen, wo vielleicht die Säge klemmt oder wie es mit der Anmeldung für den Kita-Platz aussieht“. Im Übrigen begrüßte das Lossatal dieses Jahr insgesamt 33 neue Erdenbürger.

Zuletzt verwies Weigelt auf den 7. Januar – die offizielle Eröffnung des nagelneuen Sportzentrums im Lossatal. Eigens zum Festakt kommt Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Von 10 bis 12 Uhr findet zunächst der Neujahrsempfang des Wurzener Landes mit geladenen Gästen statt und ab 15 Uhr präsentieren sich dann die Vereine zum Tag der offenen Tür.

Von Kai-Uwe Brandt

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