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Wurzen Landkreis Leipzig: Traumsommer beschert Bädern Besucherrekorde
Region Wurzen Landkreis Leipzig: Traumsommer beschert Bädern Besucherrekorde
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13:13 13.09.2018
Im Muldentalbad Kleinbothen konnte sich Schwimmmeisterin Veronika Langefeld über fast 30 000 Besucher freuen. Quelle: André Kehrer
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Landkreis Leipzig

Heiß, heißer, Sommer 2018! Die Rekordtemperaturen bescherten den Freibädern einen Ansturm. Im gesamten Landkreis jubilieren Betreiber über Rekordbesucherzahlen.

Kleinbothen knackt 30000-Marke

Im Muldentalbad Kleinbothen fehlte nicht viel und das Team um Veronika Langefeld hätte die magische Grenze von 30 000 Besuchern geknackt. So sind es 29 585 Badegäste geworden. Eine Zahl, die noch lange an den Sommer 2018 erinnern wird. Schließlich kamen 2017 nicht einmal 16 000 Sonnenanbeter an die Mulde. Kaum ein Tag verging, an dem die Sonne nicht schien. Das bedeutete vor allem viel Arbeit und höchste Konzentration für Veronika Langefeld und die anderen Mitarbeiter der Oewa-Bädergesellschaft mbH, die die Anlage im Auftrag der Stadt Grimma betreibt.

Mit Abstand erfolgreichste Saison in Geithain

Schwimmmeister Uwe Krause im Geithainer Bad. Quelle: André Kehrer

Die Besucherzahlen bringen auch Uwe Krause, der als Mitarbeiter der OEWA-Gesellschaft seit vielen Jahren im Freibad Geithain am Beckenrand wacht, zum Schwärmen: Fast 25 000 Kinder und Erwachsene kamen, 2017 waren es nicht einmal 14 000. „Dieses Jahr hatten wir die mit Abstand erfolgreichste Saison. Es gab keinen einzigen Tag, an dem niemand Abkühlung gesucht hat. Die Frühschwimmer waren immer da“, blickt Krause auf einen tollen Sommer zurück.

Endspurt im Naunhofer Waldbad

Rettungsschwimmer Markus Manewaldt (18) passt im Naunhofer Waldbad auf. Quelle: Thomas Kube

Am kommenden Wochenende geht auch die Naunhofer Waldbadsaison zu Ende – in diesem Jahr mit einem Besucherrekord, wie die städtische Pressesprecherin Anja Lohn berichtet. „Bis Ende August wurden bereits über 42 000 Badegäste gezählt. Das sind rund 17 000 mehr als im Vorjahr.“ Das Waldbad nutzen viele Dauerbesucher. Darunter auch Rentner zwischen 60 und 86 Jahren, die sich fast täglich trafen: Dass sie wohlbehütet ihre Runden drehen konnten, dafür bedankten sie sich bereits beim Personal. Christine Eggers, erste Schwimmmeisterin im Waldbad, ist ebenso voll des Lobes für ihr Mitarbeiterteam: „Wir hatten tolle Rettungsschwimmer, mit einem immer wachsamen Auge auf die Badegäste, und sehr freundliche Aushilfskräfte für die Kassierung. Alle waren motiviert und haben an einem Strang gezogen.“

Besucher-Plus in Colditz

Colditz’ Badleiter Uwe Welz konnte diese Saison erstmalig eine Hubbühne für badewillige Rollstuhlfahrer zur Verfügung stellen. Quelle: Thomas Kube

Dass randvolle Bäder dem Personal einiges abverlangen, bestätigt auch Ralf Welz, Betreiber des Colditzer Waldbades. „Wir haben mehrere Wochen durchgearbeitet, das war schon anstrengend.“ Unterm Strich steht allerdings auch die sensationelle Zahl von rund 20 000 Besuchern – „das sind doppelt so viele wie in normalen Jahren.“ Da musste der Bademeister schon das ein oder andere Mal Kopfstände machen, um den Service auch personell zu gewährleisten. Zudem, gibt Welz zu bedenken, spiegeln sich die zusätzlichen Besucher nicht eins zu eins als Plus in der Kasse wieder. „Durch die hohen Wassertemperaturen und die Anzahl der Badegäste steigen natürlich die Aufwendungen, um die Wasserqualität zu gewährleisten.“ So lautet zum Beispiel die Faustregel, dass pro Badegast und Tag 30 Liter Frischwasser zugeführt werden müssen. Eine Größenordnung, die angesichts des erlebten Ansturms durchaus ins Gewicht fällt.

28.000 Gäste in Böhlitz

Zur Eröffnung des Pegauer Freibades war es noch recht frisch – dann kam der Supersommer. Quelle: Julia Tonne

Gleich für drei Bäder kann Jörg Wiltschko von der Firma Konform Dienstleistungen Böhlen einen Haken hinter die Saison machen. Am besten lief das Geschäft im Freibad Böhlitz, das mit Schwimmer- und Sprungbecken aufwarten kann. Auch im Nordzipfel des Landkreises gab es für viele nur einen Ausweg: Ab in die Fluten. 28 000 Menschen tummelten sich auf der Anlage. „Für Zuspruch sorgte auch die Feier zu 70 Jahren Freibad Böhlitz und eine große DJ-Party am Beckenrand.“ Sehr zufrieden ist Wiltschko aber auch mit dem Saisonverlauf in Pegau und Neukieritzsch, wo 20 000 beziehungsweise 19 000 Gäste gezählt wurden.

Freibad Böhlen geht in die Verlängerung

Im Freibad Böhlen läuft die Saison noch bis Ende dieses Wochenendes. Quelle: Julia Tonne

Einen langen Atem beweist das Freibad in Böhlen, das noch bis zum 15. September geöffnet bleibt. „Wir verzeichnen dieses Jahr einen Besucherrekord“, macht Betreiber Dirk Wagner deutlich. Die andere Seite der Rekord-Medaille: Für Wagner und sein Team gab es in den vergangenen Monaten kaum Verschnaufpausen. „Wir hätten dringend noch einen Schwimmmeister gebraucht, allerdings sind die rar“, sagt der Betreiber.

Wurzener Dreibrückenbad mit sattem Einnahmen-Plus

Die Rutsche im Dreibrückenbad Wurzen war der Renner. Quelle: Frank Schmidt

Anlaufpunkt für die Domstädter war traditionell das Dreibrückenbad. Die Wurzener Stadtväter hatten als vorsichtige Mitteleuropäer mit 66 000 Euro Einnahmen kalkuliert. Eine Summe, die angesichts des Sahara-Sommers um 29 000 Euro klar übertroffen wurde. Auch das Freibad in Burkartshain vermeldet mit über 18 000 einen Gästerekord. „Damit gelang es, die Vorjahreszahl sogar zu verdreifachen“, so Stadtsprecherin Cornelia Hanspach. In der Bad-Kasse des Wurzener Ortsteils klingelte es dadurch kräftig: Exakt 36 796 Euro wurden eingenommen und damit die Vorjahres-Ausbeute von 10 200 Euro deutlich übertroffen.

Von Simone Prenzel

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