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Wurzen Landkreis Leipzig gibt Zuschüsse für Kammeroper und Kunst am Lutherweg
Region Wurzen Landkreis Leipzig gibt Zuschüsse für Kammeroper und Kunst am Lutherweg
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00:19 19.05.2017
Von der Flucht der neun Nonnen aus dem Kloster Nimbschen im Jahr 1523, darunter von Katharina von Bora als späterer Ehefrau Martin Luthers, handelt die Kammeroper am Sonnabend. Quelle: Andreas Döring
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Landkreis Leipzig

Der 500. Jahrestag des Wittenberger Thesenanschlags wird auch in der Region durch zahlreiche Projekte begleitet. Für größere kulturelle Ereignisse entlang des Lutherweges stellt der Landkreis auch in diesem Jahr wieder ein Budget von 15 000 Euro zur Verfügung. Im jüngsten Kreisausschuss für Soziale Infrastruktur wurde über sechs vorliegende Förderanträge befunden.

Ein nachhaltiges Projekt, die geplante Dauerausstellung im Schloss Wurzen, wurde bereits seit 2014 auf Basis der Kreisförderung jährlich unterstützt. So wurden Mittel für die Erstellung eines Konzeptes gewährt. „Zur Zeit werden Fördermittel akquiriert, um die Dauerausstellung zu realisieren“, so das Kultusamt in seiner Beschlussvorlage. In diesem Jahr werden 1000 Euro für das Schloss-Vorhaben aus Kreismitteln bewilligt.

Die Stadt Grimma als wichtige historische Wegmarke des Reformators ist im Jubiläumsjahr besonders aktiv. Für die Aufführung der Kammeroper „Katharina von Bora“ am 20. Mai vor der Kulisse der Nimbschener Klosterruine fließen ebenfalls Zuschüsse. Das außergewöhnliche Freiluft-Ereignis wird von der Sächsischen Bläserphilharmonie Bad Lausick gemeinsam mit 120 Sängern und den Solisten Kathrin Göring als Katharina von Bora und Milko Milev als Martin Luther gestaltet. Die Kammeroper soll als Gesamtkunstwerk vor der Kulisse des Nimbschener Klosters und damit an einem Originalschauplatz zelebriert werden. 3000 Euro der auf knapp 35 000 Euro bezifferten Gesamtkosten der Inszenierung trägt der Landkreis.

Ein Vorhaben, das seit Jahren in Vorbereitung ist, möchte auch der Kulturförderverein Schaddelmühle in Großbothen auf den Weg bringen. Unter dem Titel „Kunst und Reformation“ sollen Kunstprojekte an vier Orten des Lutherweges entstehen, davon zwei im Landkreis Leipzig und zwei in Nordsachsen. Das Projekt erstreckt sich über die Gebiete von drei Leader-Regionen. Die Gesamtkosten werden mit rund 100 000 Euro angegeben. Der Kreis ist mit 5000 Euro von der Partie. In Borna plant die Theatergruppe „Neue Wasser“ unter anderem eine Aufführung „Der Thesenanschlag in Borna“ . Die Laienschauspieler können auf 2500 Euro Zuschuss aus der Kreiskasse hoffen. Für ein historisches Fest zur Reformation, das von der Stadt ausgerichtet wird, fließen weitere 2500 Euro. Eine Bronzeplastik Katharina von Boras, die der Mölbiser Künstler Jürgen Raiber schaffen sollte, wurde bei der Förderung nicht berücksichtigt. Die evangelische Kirchgemeinde Grimma hatte den Antrag gestellt und wollte die Plastik gern im Kloster Nimbschen aufstellen. Um Mittel hatten sich die Grimmaer ebenfalls beim Kulturraum Leipziger Raum bemüht. „Da sich hier in der ersten Sparten-Runde eine Ablehnung des Projektes abzeichnet“, wie Kultusamtsmitarbeiterin Konstanze Kötz informierte, „empfehlen wir, die noch verfügbaren 1000 Euro auf die anderen Antragsteller in Grimma und Wurzen aufzuteilen.“

Von Simone Prenzel

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